How to: Spannbetttücher falten…

Heute gibts ein kleines How-To, das ich soeben selbst getestet habe (sogar erfolgreich. Spannbetttücher falten ist echt eine fisselige Angelegenheit, jedesmal müht man sich ab und nie wirds was – und wie Martha Stewart in dem (nebenbei bemerkt ziemlich witzigen) Video so schön sagt: Das kann zu Scheidungen führen :P.

Ich bin eher aus Versehen darüber gestolpert, wollte es aber direkt ausprobieren und kann bestätigen: Super Methode – zumindest bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden (auch wenns nicht so schön flach ist wie im Video) und werde das ab sofort immer so machen:

Spannbetttuch

Man nimmt zwei Ecken (auf links) jweils rechts und links über die Hand (also quasi „reingehen“), stülpt dann die rechte Seite des Tuchs über die linke Hand. Dann fährt man entlang der Kante runter bis zur nächsten Ecke und verfährt genauso und mit der letzten Ecke ebenfalls.

Hier sieht man eine bebilderte Anleitung, die hilfreich ist: *Klick hier mal*

Am coolsten ist aber das Video dazu (und lustig) – viel Spaß beim Anschauen und Nachmachen!

Und wie macht Ihr das immer?

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Buchempfehlung: Meine erste große Kinderbibel

Heute möchte ich euch ein Buch empfehlen, das meine Jungs in den letzten Tagen immer wieder hervorkramen: ‚Meine erste große Kinderbibel‘ (illustriert von John Dillow), im Alpha-Verlag erschienen – leider vergriffen und nur als Restexemplar zu kaufen. Es gibt eine Neuauflage, die aber in vieler Hinsicht anders ist.

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Die Bibel ist mit einem Hardcover, sieht edel aus und ist mit 384 Seiten wirklich groß und schwer. Das mag ein Nachteil sein, gerade, wenn man an Kinder denkt, die ja nicht unbedingt die Kraft haben, so ein Buch länger zu halten. Dafür sind aber wir Erwachsene da ^^.Kibi2

Als Frau vom Fach sehe ich Bibeln auch immer unter wissenschaftlichem Aspekt und muss sagen, dass hier die didaktische Reduzierung gut gelungen ist. Im Internet wird bei der kleinen Version dieser Bibel für 6,99€ bemängelt, dass zu sehr der Fokus auf dem Begriff der gehorsamkeit liegen würde und es vor allem um einen zornigen Gott ginge. Ich sehe das etwas anders. Im Fokus scheint mir eher eine gewisse Neutralität zu liegen, was ich ehrlich gesagt begrüße. Die Texte sind häufig so formuliert, dass sich der Leser ein eigenes Bild machen kann. Die Geschichten sind kindgerecht formuliert, nicht zu sehr verkürzt, enthalten den Kern – das alles aber, ohne dabei (be)wertend zu sein. So zeigt sich die Bibel hier vor allem als Buch mit spannenden Geschichten. Das Kind kann alleine die Botschaft erkennen – oder im Gespräch mit der Familie. Wir haben es so gemacht, dass ich vorgelesen und dabei immer auch ein bisschen erklärt habe. Und das finde ich dabei sehr wichtig. Gerade weil viele Geschichten trotz des Versuchs, sie kindgerecht zu erzählen, recht abstrakt wirken (wenn man z.B. im alten Testament die Geschichte von Abraham, der einen Sohn bekam, der wieder einen Sohn bekam usw… betrachtet – das verwirrt den Leser schnell, besonders, wenn es ein Kind ist), ist es besonders wichtig, erklärend dabei zu sein und bestimmte Dinge aufzugreifen. Das sollte man aber ohnehin bei allen Texten machen und sie nicht kommentarlos stehen lassen, wenn man sie Kindern vorliest. Das Kind möchte hier auch ernst genommen werden in seinen Fragen und seiner Meinung.

Bemängelt wurde ebenfalls, dass die Sprache teilweise nicht kindgerecht sei. Das halte ich für Quatsch. Erstens erfahren Kinder vor allem im Vorlesen einen unglaublichen Wortschatz und lernen ihn so gleichzeitig. Das ist doch toll! Unregelmäßige Verben beugen ist schwer – und wenn sie es auf diese Weise mal eben nebenbei lernen, ist das doch klasse! Zweitens gibt es nun einmal Wörter und Namen, die man nicht vereinfachen kann. Dafür sitze ich als Erwachsener dabei und kann die Wörter erklären. Fertig.

Zum Alter: Unsere Jungs sind 3 und 5 Jahre alt – der Kleine hat die Geschichten natürlich nur wenig verstanden, der Große hat mich auch mal gefragt, wie denn jetzt was gemeint ist oder wer wer ist usw. Ich denke, man kann trotzdem gut anfangen, Dreijährigen daraus vorzulesen. Solange das Interesse da ist, sollte man das auch nutzen.

Kibi3Toll sind dabei auch die Illustrationen. Neben den großen Bildern auf jeder Seite gibt es am Rand auch immer auf jeder Seite zwei Motive, die sich wiederholen. Zusätzlich steht unter dem Titel der Geschichte auch immer die Bibelstelle dabei. Da sich auf jeder Seite nur wenig Text findet und die Buchstaben groß sind, eignet sich die Bibel auch gut für Grundschüler. Die Bilder sind nie überfrachtet un beschränken sich auf das Wesentliche. Dabei ist ein gewisser Comicstil vorhanden, was dem Interesse sicher zuträglich ist. John Dillow hat einen tollen für Kinder geeigneten Stil.

Ich denke, die Tatsache, dass meine Jungs von sich aus das Buch aus dem Regal nehmen und möchten, dass ich ihnen daraus vorlesen, spricht für sich und für die ganze Aufbereitung des eigentlich nicht ganz so leichten Stoffs. Daher hier von mir eine klare Kaufempfehlung für den Einstieg. Wie gesagt, sie ist in kleinerer Variante erhältlich für 6,99€, was für die Kinder sicher leichter zu halten ist, wenn sie alleine blättern möchten.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Habt ihr auch Kinderbibeln zu Hause? Wenn ja welche und warum?

Basteltante: Ritterschild-Einladungen

Der Große hat ja bald wieder Geburtstag und wird schon 5 Jahre alt, Gott, wo ist bloß die Zeit geblieben???? und wünscht sich einen „Rittergeburtstag“ – mich wunderts ja, dass es kein Star Wars-Geburtstag wurde, aber vielleicht kommt das noch.
Jedenfalls haben wir gemeinsam überlegt, wie wir die Einladungen gestalten können. Er wünschte sich dann einen Schild mit einem Drachen drauf. Da die Jungs gestern wegen Halloween einen „gruseligeren“ Film schauen durften, hat Janet mit ihnen einen Drachenfilm ausgeliehen: „Drachenzähmen leicht gemacht“ (der übrigens echt schön ist) und natürlich sollte es dann der Drache Ohnezahn/Toothless vorne drauf sein.

Vorlagen für Schilde gibt es einige im Netz, ich habe dann das Wappen für den T-Shirt-Druck aus dem Beitrag hier genommen und mit meinem Grafikprogramm Photoimpact X3 die Linien entfernt. Übrigens ist zum Thema Ritterfest der gesamte Beitrag durchaus lesenswert. Ich erinnere mich auch gern an unser Ritterfest, als ich 6 und meine Schwester 8 war – dazu erzähle ich aber ein andermal.

Beim googlen nach „Ohnezahn“ und „Drachenzähmen“ findet man genügend Vorlagen (es muss ja auch nicht genau dieser Drache sein). Dieser wurde ebenfalls im Grafikprogramm ausgeschnitten und in das „bereinigte“ Wappen eingefügt sowie dann nach Vorgabe durch den Großen mit einem roten Hintergrund versehen. Dann habe ich dieses Wappen in DIN A4 ausgedruckt und der Große hat sie ausgeschnitten (ich habe dann nur noch die Schnitte „verfeinert“).

Die ausgeschnittenen Wappen wurden aufgeklebt und ausgeschnitten, wobei ich eine Art „kleineren Schild“ an der einen Seite angefügt und mit ausgeschnitten habe. Dort kamen dann die Infos zur Adresse drauf sowie ein Stückchen zum Abschneiden, ob das Kind kommen kann oder nicht (nachdem im letzten Jahr 2 Kinder gar nicht kamen und das auch ohne Absage :-/ ). Den Text habe ich in Word gestaltet und ziemlich nach frei Schnauze ausgeschnitten.

Und fertig ist die Einladung 🙂 und wenn man nicht so malle ist, dass man aus Versehen das Geburtsjahr drauf schreibt, dann sind sie geradezu perfekt

Basteltante: Insektenhotel bauen

Wir hatten kürzlich ein kleines Fest auf dem Schulhof, wo verschiedene Klassen auch verschiedene „Betätigungen“ angeboten haben. Ich wollte, da es ein langer Tag für mich gewesen war, eigentlich schnell nach Hause – aber da sahen meine Kollegin und ich unseren Referendarskollegen (einer, der bald fertig ist) mit seinem Biokurs Insektenhotels bauen. Wir waren gleich Feuer und Flamme, zumal ich schon oft beim Durchblättern diverser Baumarktblättchen gedacht hatte, wie cool so was ist! Für uns ist das natürlich nichts wirklich sinnvolles, da wir keinen Garten haben, aber dann überlegte ich, dass das eine nette Überraschung für meine Eltern wäre. Wie schnell das gehen kann, wenn man bereits fertig gesägte Bretter, Nägel und Hammer da liegen hat! Gegen 2,50€ Materialkosten (ein Schnäppchen, wenn man überlegt, wie teuer die Sachen neu sind, da kostet ein „fertiges“ Modell von der Stange schonmal 30€) wurde also schnell losgehämmert – innerhalb 10 Minuten hatten wir das Häuschen selbst fertig. Das „Befüllen“ und Zurechtsägen der Äste und Schilfrohre hingegen dauerte dann nochmal über eine Stunde.

 

Wir knipsten und sägten also verschieden große Äste, stopften wie wild Heu und Bast in das Häuschen, immer abwechselnd Stöckchen und dann wieder eine Lage Heu usw. Ich war schon stolz, als es dann fertig war – aber zu Hause angekommen gefiel mir das dann nicht mehr so gut,  es wirkte sehr chaotisch.

Also alles nochmal raus, meinen Mann gefragt, ob er mir in die Holzklötze ein paar Löcher bohrt, und natürlich vorher noch kleine Terracotta-Blumentöpfe besorgt (35 Cent / Stück) und los, mit der Hilfe vom Großen!

Das Ergebnis sieht sehr viel schöner und auch etwas strukturierter aus! Allerdings, ich habe die Stöckchen usw. nun nicht noch einmal extra als Bündel festgebunden und kann nur hoffen, dass das Kunstwerk und damit auch die Behausung mehrerer Insekten dann nicht von Vögeln zerstört wird, die Nistmaterial suchen…

Insgesamt würde ich sagen, ist das eine tolle Aktion für Kinder, insbesondere, wenn man einen Garten hat, und dabei tut man sogar noch etwas Gutes. Mir hat das auch richtig Spaß gemacht und teuer ist es auch nicht.

Wozu man Insektenhotels braucht? Eine längere, sehr interessante Erklärung inklusive Bauanleitung findet man auf der Seite des Bund Naturschutz in Bayern e.V., die Kurzerklärung ist, dass es für verschiedene Bienenarten, aber auch andere Insekten, kaum noch schöne Nistplätze bzw. Möglichkeiten zum Nisten gibt, da alte Schuppen und morsche Bäume schnell abgeholzt werden.

Basteltante: Kaufladen-Zubehör selbst machen

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Kinder von meiner Schwester gemeinsam einen Kaufladen bekommen. Diesen fand sie – noch sehr gut erhalten – auf dem Sperrmüll und hat ihn nochmal abgeschliffen, neu beschriftet usw. Natürlich solls dazu auch Zubehör geben. Aber wie sicher jedes Elternteil mit Kleinkindern weiß, sind diese im Handel sehr teuer.

Also hab ich nach Tipps im Netz gesucht, wie man das selbst machen kann und fand diese Seite.
Ich dachte: Ja, Modelliermasse hört sich enfach und und besorgte welche im Bastelladen: Lufttrocknende Modelliermasse von Fimo, nennt sich: Fimo Air Basic.Für um die 5€ erhält man ein meiner Meinung nach recht großes Päckchen mit besagter Modelliermasse. Dazu kaufte ich noch 3 mattfarbene Acrylfarben in dunkelgrün, braun und ziegelrot. Zu Hause hatte ich außerdem noch gelb.

Dienstag abend setzte ich mich dann nach unserem Racletteessen ins Wohnzimmer und formte Äpfel, saure Gurken und ein Baguette. Das geht ganz einfach, wer schon mal geknetet hat, sollte da keine Probleme haben. Für die Äpfel fiel mir ein Clou ein: Ich schnitt von echten Äpfeln oben das Zweigchen ab und steckte es in meine Fimo-Äpfel – und das sieht richtig toll aus!

Zuerst ließ ich sie so trocknen, über Nacht. Morgens waren sie außen noch etwas feucht, weshalb ich alle Teile auf die Heizung stellte. Beim Baguette ergab sich so ein sehr „echt“ aussehender „Ofengitter“-Abdruck.

Vorgestern abend dann bemalte ich die Teile mit den Farben. Dazu nahm ich eine aufgeschnittene Plastiktüte als Unterlage und eine Pappe zum Farbenmischen. Evtl. empfehlen sich Handschuhe, ich habs ohne gemacht. Ich mischte mir die Farben auf der Pappe oder setzte zwei Farben nebeneinander, damit es ein paar „echte“ Farbschlieren gab, wenn ich die Farbe aufnahm und auf den Apfel strich.

Wichtig ist, nach jeder Malerei die Finger und die Pinsel auszuwaschen, da man das sonst nur sehr schlecht wieder abbekommt.

Fürs Baguette mischte ich gelb und etwas braun und bekam so die perfekte Farbe.
Zum Trocknen hate ich vorher Reißzwecken von hinten durch eine Pappe gesteckt, für die Äpfel immer drei recht dicht beeinander, für die Gurken 4 und fürs Baguette ein paar mehr der Länge nach. Darauf gestellt konnte die Farbe gut trocknen.

Wenn man möchte, kann man zum Schluss noch Acryllack drübermachen, ich habe darauf verzichtet, der Gesundheit wegen 😉

Übrigens habe ich aus einem Pack Modelliermasse 5 Äpfel, ein Baguette und 4 (ja, vier, auf dem Foto hab ich nur eine vergessen!) Gurken formen können. Und ich werde bestimmt noch mehr Sachen machen im Lauf der Zeit. Klar, Fimo ist vglw. schwer, aber dafür ist es günstiger und selbstgemacht noch dazu. Das Körbchen übrigens gibts öfter mal im Discounter befüllt mit (echtem! ^^) Knoblauch – macht sich hier aber hervorragend als Apfelkörbchen.

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Flohmarktausbeute Zeche Carl

Gestern waren wir übrigens auch wieder auf einem Flohmarkt – der an der Zeche Carl (nächster Termin ist, glaube ich, 10.12.) bei suuuper-schönem Wetter und obwohl wir recht spät kamen, hab ich ein paar schöne Schnäppchen gemacht:

1) Das Spiel „Feste druff“ hat mir vom Namen her gut gefallen (ich alter Hesse, ich) und da ich Rollenspieler bin, hat es sich angeboten, das einfach mal mitzunehmen – ein Attacke-Parade-Spiel. Wir habens schon getestet und befinden: 2€ sind vollkommen ok. Zu mehreren macht es sicher ganz viel Spaß!

2)und 3) habe ich einer netten Dame für insgesamt 11€ abgekauft – ja, 11€, denn die Mütze und der Schal sind aus Biobaumwolle (eigentlich 10€ bei der Dame) und sind erfahrungsgemäß in der Anschaffung echt teuer. Das Ringelshirt hat mir für den Großen gut gefallen, hätte eigentlich 3€ gekostet.

4)Zwei laminierte Buchstaben-Nachfahrtafeln für das Legasthenietraining. Kostenpunkt: 2€ (NP 6,95€)

5)Winterjacke für den Kleinen. Er hat zwar eine etwas dickere Jacke, aber die ist mir nicht flauschig genug – und hey, wer würde bei 2,50€ nicht Ja sagen?

6)Ein Uhrenlernspiel – ebenfalls fürs Training, aber auch für den Großen. 3€

7)Eine Lückmappe für 2€ (kann man fast nie genug haben)

8)Playmobiltisch, -tellerchen, -becherchen 7 Zwerge und Kerzenständer für 1€

Zusammen waren das also 24,50€ und ich bin wirklich sehr zufrieden. Insbesondere Jacke und Mütze finden meinen Beifall, denn obwohl ich nach Jeans für den Großen in 110 gesucht habe, war das etwas, was noch so ein wenig gefehlt hat. Trotzdem, insgesamt bin ich mehr als zufrieden, eine gute, sehr günstige Ausbeute (und nachdem wir vorgestern einen alten Kiwa gut verkauft haben, war das auch möglich, so ein Flohmarktbummel ^^).