Kräuteressig und Lippenbalsam – ein Abschied mit Geschmack

Ich war ziemlich fleißig in den letzten Tagen. Neben Umzugskistenpacken und der Planung der Küche sowie Auswahl von passenden Küchenmöbeln und dem Besorgen von Zutaten und Deko für unsere Abschiedsparty morgen habe ich als Abschiedsgeschenk für unsere Kinderärztin und das Praxisteam Rosmarin-Knofi-Essig und Lippenbalsam gemacht. Ich liebe es, Selbstgemachtes zu verschenken und noch viel mehr liebe ich es, die selbstgemachten Sachen noch entsprechend aufzuhübschen und zu dekorieren. Das ist mir dieses Mal recht gut gelungen und zum ersten Mal dachte ich: Sollte ich vielleicht doch beruflich machen.Essig_Balm1Bei dem Lippenbalsam habe ich mich an dem Rezept von Frau Liebe orientiert, aber weniger Bienenwachs (nach ihrem Rezept etwa 1 TL weniger, da ich aber die fünffache menge gemacht habe, habe ich statt 15 TL nur knapp 11 reingetan) genommen und Pfefferminzöl reingeträufelt. So ist er diesmal, im insgesamt dritten Versuch, sehr viel weicher geworden und damit angenehmer aufzutragen.

Dann habe ich mit dem picturemonkey schöne Etiketten gefertigt und aufgeklebt:

Lippenbalsam1

Die Etiketten auf den Kräuteressigflaschen habe ich im Internet gefunden und angepasst. Der Kräuteressig selbst ist ein Branntweinessig, der mit frischen Rosmarinzweigen und Knoblauchzehen angesetzt wird und daher noch einen Monate ziehen muss, ehe man ihn verzehren darf (Prost 😉 ).

Essig1klein

Ich kann euch nur empfehlen, es auch einmal zu versuchen. Selbst solche Dinge herzustellen ist einfach nur schön, es macht Spaß und man schenkt wirklich Zeit und von Herzen – absolut einzigartige Geschenke.

Das Praxisteam wie auch die Kinderärztin haben sich sehr gefreut. Es war schon seltsam, ein letztes Mal dorthin zu gehen. Sie ist immer so wunderbar mit den Kindern umgegangen. Seufz.

Beim Kleinen hat sie ins U-Heft geschrieben: Sportler. Oh ja, das ist er auch. Und beim Großen steht drin: Empfindsames Kind. Ja, das trifft auch sehr zu. Insgesamt war sie sehr zufrieden und meinte auch, dass es tolle Kinder seien, die wir gut hinbekommen haben. Achja, das geht runter wie Öl. Ich musste mich dann ein bisschen zusammenreißen, als wir gegangen sind. Die Kinder hatten noch selbst gemalte Bilder übergeben und das Bild der Jungs, das ich mitgebracht hatte, wird dort noch eingrahmt, hat die Ärztin gesagt. Ich hoffe, wir finden in der neuen Heimat eine/n eben so tolle/n Kinderarzt/ärztin. Nur noch zwei Wochen…

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How to: Spannbetttücher falten…

Heute gibts ein kleines How-To, das ich soeben selbst getestet habe (sogar erfolgreich. Spannbetttücher falten ist echt eine fisselige Angelegenheit, jedesmal müht man sich ab und nie wirds was – und wie Martha Stewart in dem (nebenbei bemerkt ziemlich witzigen) Video so schön sagt: Das kann zu Scheidungen führen :P.

Ich bin eher aus Versehen darüber gestolpert, wollte es aber direkt ausprobieren und kann bestätigen: Super Methode – zumindest bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden (auch wenns nicht so schön flach ist wie im Video) und werde das ab sofort immer so machen:

Spannbetttuch

Man nimmt zwei Ecken (auf links) jweils rechts und links über die Hand (also quasi „reingehen“), stülpt dann die rechte Seite des Tuchs über die linke Hand. Dann fährt man entlang der Kante runter bis zur nächsten Ecke und verfährt genauso und mit der letzten Ecke ebenfalls.

Hier sieht man eine bebilderte Anleitung, die hilfreich ist: *Klick hier mal*

Am coolsten ist aber das Video dazu (und lustig) – viel Spaß beim Anschauen und Nachmachen!

Und wie macht Ihr das immer?

Basteltante: Insektenhotel bauen

Wir hatten kürzlich ein kleines Fest auf dem Schulhof, wo verschiedene Klassen auch verschiedene „Betätigungen“ angeboten haben. Ich wollte, da es ein langer Tag für mich gewesen war, eigentlich schnell nach Hause – aber da sahen meine Kollegin und ich unseren Referendarskollegen (einer, der bald fertig ist) mit seinem Biokurs Insektenhotels bauen. Wir waren gleich Feuer und Flamme, zumal ich schon oft beim Durchblättern diverser Baumarktblättchen gedacht hatte, wie cool so was ist! Für uns ist das natürlich nichts wirklich sinnvolles, da wir keinen Garten haben, aber dann überlegte ich, dass das eine nette Überraschung für meine Eltern wäre. Wie schnell das gehen kann, wenn man bereits fertig gesägte Bretter, Nägel und Hammer da liegen hat! Gegen 2,50€ Materialkosten (ein Schnäppchen, wenn man überlegt, wie teuer die Sachen neu sind, da kostet ein „fertiges“ Modell von der Stange schonmal 30€) wurde also schnell losgehämmert – innerhalb 10 Minuten hatten wir das Häuschen selbst fertig. Das „Befüllen“ und Zurechtsägen der Äste und Schilfrohre hingegen dauerte dann nochmal über eine Stunde.

 

Wir knipsten und sägten also verschieden große Äste, stopften wie wild Heu und Bast in das Häuschen, immer abwechselnd Stöckchen und dann wieder eine Lage Heu usw. Ich war schon stolz, als es dann fertig war – aber zu Hause angekommen gefiel mir das dann nicht mehr so gut,  es wirkte sehr chaotisch.

Also alles nochmal raus, meinen Mann gefragt, ob er mir in die Holzklötze ein paar Löcher bohrt, und natürlich vorher noch kleine Terracotta-Blumentöpfe besorgt (35 Cent / Stück) und los, mit der Hilfe vom Großen!

Das Ergebnis sieht sehr viel schöner und auch etwas strukturierter aus! Allerdings, ich habe die Stöckchen usw. nun nicht noch einmal extra als Bündel festgebunden und kann nur hoffen, dass das Kunstwerk und damit auch die Behausung mehrerer Insekten dann nicht von Vögeln zerstört wird, die Nistmaterial suchen…

Insgesamt würde ich sagen, ist das eine tolle Aktion für Kinder, insbesondere, wenn man einen Garten hat, und dabei tut man sogar noch etwas Gutes. Mir hat das auch richtig Spaß gemacht und teuer ist es auch nicht.

Wozu man Insektenhotels braucht? Eine längere, sehr interessante Erklärung inklusive Bauanleitung findet man auf der Seite des Bund Naturschutz in Bayern e.V., die Kurzerklärung ist, dass es für verschiedene Bienenarten, aber auch andere Insekten, kaum noch schöne Nistplätze bzw. Möglichkeiten zum Nisten gibt, da alte Schuppen und morsche Bäume schnell abgeholzt werden.

Eulen-Kistchen

Schnell noch, bevor ich mich ans Unterrichtvorbereiten mache, zwei Bildchen zu meiner letzten Handarbeit, je einer Eulen-Kiste, die ich mittels Serviettentechnik beklebt habe. Eine Anleitung dazu findet ihr hier. Ich habe zwei solcher Kistchen zu Geburtstagen verschenkt und sie kamen auch gut an 🙂
Es macht nach wie vor Spaß, innerhalb kurzer Zeit solche kleinen Kunstwerke zu erschaffen und ich finde auch, ich werde immer besser.

Bei Nummer zwei sind mir die Übergänge allerdings besser gelungen, so dass man kaum sieht, wo sie sind.
Geplant sind übrigens demnächst ein Vorhang fürs Kinderbett, zwei Schlafanzüge und lauter Flickarbeiten – ob ich noch vor dem Vorbereitungsdienst dazu komme?

Basteltante: Kaufladen-Zubehör selbst machen

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Kinder von meiner Schwester gemeinsam einen Kaufladen bekommen. Diesen fand sie – noch sehr gut erhalten – auf dem Sperrmüll und hat ihn nochmal abgeschliffen, neu beschriftet usw. Natürlich solls dazu auch Zubehör geben. Aber wie sicher jedes Elternteil mit Kleinkindern weiß, sind diese im Handel sehr teuer.

Also hab ich nach Tipps im Netz gesucht, wie man das selbst machen kann und fand diese Seite.
Ich dachte: Ja, Modelliermasse hört sich enfach und und besorgte welche im Bastelladen: Lufttrocknende Modelliermasse von Fimo, nennt sich: Fimo Air Basic.Für um die 5€ erhält man ein meiner Meinung nach recht großes Päckchen mit besagter Modelliermasse. Dazu kaufte ich noch 3 mattfarbene Acrylfarben in dunkelgrün, braun und ziegelrot. Zu Hause hatte ich außerdem noch gelb.

Dienstag abend setzte ich mich dann nach unserem Racletteessen ins Wohnzimmer und formte Äpfel, saure Gurken und ein Baguette. Das geht ganz einfach, wer schon mal geknetet hat, sollte da keine Probleme haben. Für die Äpfel fiel mir ein Clou ein: Ich schnitt von echten Äpfeln oben das Zweigchen ab und steckte es in meine Fimo-Äpfel – und das sieht richtig toll aus!

Zuerst ließ ich sie so trocknen, über Nacht. Morgens waren sie außen noch etwas feucht, weshalb ich alle Teile auf die Heizung stellte. Beim Baguette ergab sich so ein sehr „echt“ aussehender „Ofengitter“-Abdruck.

Vorgestern abend dann bemalte ich die Teile mit den Farben. Dazu nahm ich eine aufgeschnittene Plastiktüte als Unterlage und eine Pappe zum Farbenmischen. Evtl. empfehlen sich Handschuhe, ich habs ohne gemacht. Ich mischte mir die Farben auf der Pappe oder setzte zwei Farben nebeneinander, damit es ein paar „echte“ Farbschlieren gab, wenn ich die Farbe aufnahm und auf den Apfel strich.

Wichtig ist, nach jeder Malerei die Finger und die Pinsel auszuwaschen, da man das sonst nur sehr schlecht wieder abbekommt.

Fürs Baguette mischte ich gelb und etwas braun und bekam so die perfekte Farbe.
Zum Trocknen hate ich vorher Reißzwecken von hinten durch eine Pappe gesteckt, für die Äpfel immer drei recht dicht beeinander, für die Gurken 4 und fürs Baguette ein paar mehr der Länge nach. Darauf gestellt konnte die Farbe gut trocknen.

Wenn man möchte, kann man zum Schluss noch Acryllack drübermachen, ich habe darauf verzichtet, der Gesundheit wegen 😉

Übrigens habe ich aus einem Pack Modelliermasse 5 Äpfel, ein Baguette und 4 (ja, vier, auf dem Foto hab ich nur eine vergessen!) Gurken formen können. Und ich werde bestimmt noch mehr Sachen machen im Lauf der Zeit. Klar, Fimo ist vglw. schwer, aber dafür ist es günstiger und selbstgemacht noch dazu. Das Körbchen übrigens gibts öfter mal im Discounter befüllt mit (echtem! ^^) Knoblauch – macht sich hier aber hervorragend als Apfelkörbchen.

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen: