Getestet: Samsung Gear IconX – kabellose Kopfhörer

 

Ich laufe gern und möchte das noch regelmäßiger machen. Was mich immer genervt hat, waren die Kopfhörer mit Kabel bei meinem Handy. Sie rutschten permanent aus dem Ohr. Ich suchte ewig nach einer guten Alternative, als ich das Gewinnspiel von Samsung sah – es ging um die Testung der neuen Samsung Gear IconX. Ich bewarb mich und war total überrascht, dass ich zu den wenigen Testern der Samsung Kopfhörer Gear IconX gehören durfte! Nach kurzer Zeit kamen die beiden Hörer auch schon an und es ging ans Auspacken:

Die VerpackungIconX2

…der Kopfhörer ist schon sehr schön anzuschauen: Ist die Verpackung selbst in edlem matten Schwarz gehalten, fällt einem sofort der glänzend-silberne Druck „Samsung Gear“ ins Auge, wobei „IconX“ in einem Metallicblau gehalten ist und damit deutlich hervorsticht. Die Pappoberfläche ist samtig-weich und so fasst man die Verpackung sehr gern an. Ich finde, die Kopfhörer und die dazugehörige Ladebox werden durch die transparente Plastikhülle sehr gut in Szene gesetzt. Insgesamt macht die Verpackung einen hochwertigen Eindruck und ist relativ schwer.

 

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Auch innen bleibt Samsung bei seinem schlicht-edlen Design: Statt einfach die Kabel und das Zubehör in die Schachtel zu legen, wurde eine kleine Box aus dem gleichen, weichen Pappmaterial wie die Außenhülle gestaltet. Darin befinden sich der Quick-Start-Guide, der USB-Connector, Earwings und Eartips in verschiedenen Größen sowie das USB-Ladekabel.

 

 

 

 

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Die Kopfhörer haben Gewicht und die Oberfläche ist mattglänzend, wobei die Bereiche, die ins Ohr gesteckt werden, mit einer samtenen Gummierung überzogen sind. Trotzdem sind die Hörer nicht zu schwer. Insgesamt sind sie sehr gut verarbeitet.

Der Kopfhörerbereich, der sichtbar ist, ist mit einer schicken gelbgoldfarbenen Linie abgesetzt. Die Kopfhörer wirken dadurch meiner Meinung nach sehr edel. Auf der Rückseite finden sich die Anschlüsse zum Laden und eine kleine Markierung für Links und Rechts, so dass man die Hörer nicht vertauscht.

Die Lade-Box wird durch einen kleinen Druckknopf geöffnet und verfügt über einen Mechanismus am Deckel, sodass er offen stehen bleibt. Das wirkt auf mich ebenfalls sehr hochwertig und elegant.

Ein Nachteil ist, dass die Box unheimlich schnell aus der Hand rutscht – auch bevor sie fest verschlossen ist – und so können die nur lose darin sitzenden Kopfhörer herausfallen.

Bei aller Konzentration auf das Design wäre da eine etwas rutschhemmendere Oberfläche nett gewesen. Dennoch ist das das einzige Manko, das ich entdecken konnte und deshalb führt das nur zu einem Punkt Abzug in der Wertung.

Design und Verarbeitung: 5/5 Sterne

Die Kopfhörer…

…sind insgesamt vor allem rund und organisch gestaltet – als sollten sie ein Teil des Ohres werden. Dies wirkt elegant und gefällt mir. Der Innenteil ist weich und angenehm.
Das Einsetzen ging sehr leicht und die Hörer hielten auch sofort. Es war auch ein etwas komisches Gefühl, einfach ungewohnt und die Umgebung hörte man nur sehr dumpf. Doch dafür gibt es ja die Einstellung, Umgebungsgeräusche zuzulassen! Das war auch wieder seltsam, denn man hört seine eigene Stimme sowohl im Kopf als auch durch den Lautsprecher so, wie wenn man die eigene Stimme vom Band hört. Reichlich seltsam, aber für den Zweck des Laufens ist das ja erstmal egal. Nach ein paar Minuten drückte der Wing etwas, aber wie ich dann beim Laufen feststellte, war es trotzdem die richtige Größe und der Druck verflüchtigte sich.

Durch Antippen des Touchpads kann man nun Musikstücke auswählen, anhalten oder vor-/zurückspulen. Hält man das Touchpad gedrückt, wird der Voice Guide aktiviert. Das habe ich aber erst etwas später herausgefunden.

Etwas schwierig ist, den richtigen Druckpunkt der Touchpads zu finden, denn manchmal registriert das IconX gleich zwei Tipper oder drei, obwohl man gar nicht so oft drücken wollte. Auch wenn man aus Versehen mit dem Arm drankommt, zum Beispiel bei den Dehnübungen, verstellt sich das Gear. Vielleicht ist das auch nur Gewohnheit, die da eine Rolle spielt, das wird der Langzeittest ergeben. Ich hoffe, dass das etwas einfacher wird mit der Routine, sonst wäre das wirklich ein recht störender Punkt.

Kopfhörer – Handling und Design: 4/5 Sterne

Der Akku / Das Ladecase…

… hat Vor- und Nachteile. Es sieht sehr schick aus und ist praktisch – hat aber nicht ganz so viel Akkuleistung. Zum Laden setzte ich die Kopfhörer in das Ladecase. Die Angabe von 20 Minuten für das Aufladen hat bei mir nicht gestimmt, denn es hat deutlich länger gedauert.

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Außerdem ist mir aufgefallen, dass beim Laden durch den Akku (also ohne externe Stromquelle) der linke Kopfhörer immer schneller aufgeladen wird als der rechte – vermutlich weil dieser Kopfhörer als Hauptkopfhörer festgelegt ist. Eine Akkuladung hält laut Samsung-Website ca. 1,5 Stunden. Wer also ein längeres Workout plant, muss zwischendrin aufladen.

Akkuleistung: 3/5 Sterne

Zur Musik und dem Klang…

… lässt sich sagen, dass die Kopfhörer einen super Klang haben! Höhen und Tiefen werden toll übertragen und auch die Bässe sind schön satt!
Doch von vorn: Ich installierte schnell die passenden Apps – einmal die Samsung Gear und dann das Plugin für die IconX sowie die Health App. Zusätzlich sollte man um weitere Musikstücke auf das Gerät zu laden noch den Manager (dazu ganz runterscrollen auf der Zielseite) herunterladen – denn nur so kann man die Titel auf die Kopfhörer übertragen. Ich habe das allerdings nicht gemacht, sondern per Bluetooth einfach die gewünschten Titel vom Smartphone auf die Hörer übertragen.

Doch zurück zur App: Sehr intuitiv wird man dann durch ein Menü zur ersten Einstellung geführt. Ich habe den rechten Hörer als Haupthörer ausgesucht. Die Auswahl von Musik – letzter Titel – nächster Titel oder Anruf annehmen  – erfolgt per Tipp auf den Kopfhörer. Die Lautstärke kann auch über den Linken Lautsprecher verändert werden. Beim Einrichten sind mir gleich mehrere Dinge positiv aufgefallen:

1. Die vorinstallierte Musik (3 Titel, zwei schnellere, einer zum Entspannen) ist echt super zum Laufen, da die Taktung stimmt – ich bin gleich mal durch die Wohnung getanzt. Der langsame Song mit Meeresrauschen war später beim Laufen total gut, um zwischendurch etwas langsamer zu machen und zu entspannen – den nutze ich jetzt jedesmal zum „Runterkommen“. Ansonsten kann man auch eigene Musik hinzufügen bzw via Bluetooth abspielen, was problemlos funktionierte.
2. Man kann über die App einstellen, ob man die Umgebungsgeräusche hören möchte oder nicht. Dabei hört man alles außenrum trotz Musik noch. Auch Windböen werden übertragen (das hört sich dann an, als würde man die Böe per Telefon hören)
3. Die möglichen Einstellungen der App sind sehr vielfältig:
a) die Musikwiedergabe kann per Reihenfolge oder Zufall wiedergegeben werden
b) die Benachrichtigungen, die einen erreichen: Anruf, Nachrichten oder einzelne Apps, die man wichtig findet. Ich habe nur Anrufe gewählt, da alles andere beim Laufen nur nervt.
c) Es gibt einen Audiotrainingsguide! Hier kann man wählen, ob man während des Trainings nach einer bestimmten Zeit/Distanz eine Trainingsanleitung möchte.
d) Filtern der Umgebungsgeräusche
e) Vorlesen von Menüoptionen bei Halten des Touchpads
f) Die Sprache selbst kann ausgewählt werden
g) Auswahl des Haupthörers.

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Nochmal zurück zum Klangerlebnis lässt sich sagen: Toll, der Hammer! Der Klang ist wirklich super. Direkt ins Ohr wird man noch viel mehr mitgerissen. Wenn Umgebungsgeräusche dazukommen, rauscht es etwas zusätzlich, auch bei Wind beim Laufen, aber nicht störend – irgendwie müssen die Geräusche ja zusätzlich übertragen werden. Man muss sich einfach keine Gedanken mehr beim Laufen machen und ist ganz im Lied!

Musik- Und Klangqualität: 5/5 Sterne

Der In-Ear-Voiceguide…

… hat bei mir leider nur funktioniert, wenn ich die Musik auf meinem Smartphone (LG G4) via Bluetooth übertragen habe. Habe ich die vorinstallierte Musik abgespielt, lief der Voice-Guide nur übers Smartphone in meinem Laufgeürtel und das habe ich natürlich kaum gehört. Das fand ich etwas nervig. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass ich kein Samsung-Smartphone habe. Möglicherweise ist das dann anders. Der Voice-Guide selbst ist von der Stimme her gewöhnngsbedürftig: Relativ oft kommt eine sehr monotone (weibliche) Stimme durch, die einem entweder Anweisungen gibt wie beispielsweise: „Noch zwei Minuten in dem Tempo laufen!“ oder einen lobt durch zum Beispiel: „Super Tempo!“. Dadurch, dass es so oft kommt und die Stimme so monoton klingt, ist das leicht nervig, hier wünschte ich mir, man könnte die Tonintervalle selbst bestimmen oder dass Samsung da vielleicht ein Update mit einer etwas motivierteren Stimme anbietet. Vorteilhaft ist hingegen, dass man als unerfahrener Läufer in etwa weiß, ob man zu schnell oder zu langsam läuft und wie weit die Distanz noch ist.

In-Ear-Voice-Guide: 3/5 Sterne

Die Health App…

…ist eine sinnvolle Ergänzung zur Gear IconX. Ich habe schon die Runtastic App und die Fitbit-App. Gut finde ich, dass man bei der Health App verschiedene Ziele eingeben kann. Die App ist an sich schön gestaltet, trotzdem erschließt sich mir nicht unbedingt, wie ich diese einzeln festlegen kann. Und zunächst fand ich die Info nicht, weshalb beim Training bisher meine Herzfrequenz nicht aufgezeichnet wurde.
Zudem ist mir während eines Workouts angesagt worden, dass „kein Workout gestartet werden kann, wenn ein Kopfhörer als Pulsmesser verwendet wird“ – das ergab für mich überhaupt keinen Sinn.Die Lösung: Startet man das Workout über den Voice-Guide, wird automatisch alles aufgezeichnet – auch der Puls. Will man gleichzeitig in der App das Workout aktivieren, geht dies nicht – und umgekehrt. Daher auch die Ansage. Dies erschloss sich mir aber nur durch Trial und Error. Weshalb es aber nicht klappte, über die App das Workut zu starten und gleichezeitig den Pulsmesser zu starten, erschließt sich mir noch immer nicht.  Das ist leider nicht sehr benutzerfreundlich und sollte im Quick-Start-Guide Erwähnung finden.

Insgesamt ist sie recht unübersichtlich, auch wenn die einzelnen Funktionen gut und durchdacht sind. Ganz klasse finde ich persönlich die Angabe über zurückgelegte Höhen. Gut ist auch, dass man z.B. einen Überblick über das getrunkene Wasser bekommt und jedes Glas einfach nur per einem Tipp hinzufügen kann.Natürlich bekommt man Auszeichnungen als Motivation, das ist auch ganz schön und spornt an. Zudem kann man sich mit der Community austauschen. Trotzdem ist hier noch vieles, was verbessert werden kann.

Health App: 3/5 Sterne

Beim Laufen…

… – und das ist ja der wichtigste Punkt, ergibt sich folgendes Fazit: Die Kopfhörer sind wirklich praktisch: Sie rutschen keinen Milimeter, kein Kabel nervt, der Klang ist super und mit nur einem Touch auf das Touchpad ist die Musik aus und man kann telefonieren oder mit jemandem sprechen. Die Kopfhörer werden garantiert ein regelmäßiger Begleiter für mich sein. Für jemanden, der sehr regelmäßig Sport macht und nach guten, kabelfreien Kopfhörern sucht, für den sind sie definitiv eine Bereicherung und sinnvolle Ergänzung des Equipments!

Insgesamt ergibt sich hier folgende Wertung:

Design und Verarbeitung: 5/5 Sterne
Kopfhörer – Handling und Design: 4/5 Sterne
Akkuleistung: 3/5 Sterne
Musik- Und Klangqualität: 5/5 Sterne
In-Ear-Voice-Guide: 3/5 Sterne
Health App: 3/5 Sterne

Und damit eine gerundete Wertung von 4/5 Sternen – empfehlenswert also für den Sport und für den alltäglichen Gebrauch und das kann ich nur unterstreichen!

Dieses Produkt wurde mir von Samsung im Rahmen eines Gewinnspiels kostenlos zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf meine Meinung und meinen veröffentlichten Bericht.

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2 Gedanken zu “Getestet: Samsung Gear IconX – kabellose Kopfhörer

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