Abschlüsse, Ausräumen, wegtragen, rauslassen…

Nun, da ich Hürde Nr. 1 (2. Staatsexamen) erfolgreich hinter mich gebracht habe, ist nicht etwa Ausruhen angesagt – ha! Nein, nun steht der Umzug an und das direkt in vollen Zügen. Also, nicht Züge, aber… ach, ihr wisst schon.

Aber zuerst zu was Schönem: Meine Eltern waren nach meinem Examen zu Besuch – mit meiner Schwester. Und wir sind indisch Essen gegangen. Wir waren im Taj Mahal in Bochum. Und wow, es war sooo lecker und so ein schöner Abend:

Abschlussessen

Das ist das Abschlussbild des Abends. Und ich mag es soooo gern.

Abschlussessen1

So sah unser Essen aus.Schweinelecker, muss man mal sagen. Und ganz toll, wie sie auf Kinder eingehen. Für die gibts ein Überraschungssäckchen mit einem Spielzeug. Der Große bekam, ganz passend, ein Logikpuzzle („Bringe die Teile passend in die Form“) und löste es direkt NICHT nach Anleitung. Der Kleine bekam ein Puzzle zum Selbstausmalen. Außerdem, und das finde ich ganz toll, werden die Kinderportionen, die sich die Kinder im Übrigens selbst aussuchen dürfen (komplette Selbstzusammenstellung) nach Lebensalter berechnet. Wir haben also 8 € für beide Kinderportionen bezahlt (und die waren reichlich).

Aber auch so ist es dort einfach gemütlich: Zuvorkommender Service und eben seeeeehr leckeres Essen.

Abschlussessen2

Unsere beiden Jungs zeigen stolz ihre neuen Tattoos. Seit ich herausgefunden habe, dass die nur 1€ kosten, dafür dreimal so groß wie die üblichen Tattoos für Kinder, gibts nur noch die *grins*

Abschlussessen3

Es war dort übrigens sooo lecker, dass wir gestern noch einmal da waren und unsere liebe Freundin Janet eingeladen haben, als Dankeschön für die großartige Hilfe in den vielen Monaten. Auch gestern wars einfach schön. Ein Ruhepol in der Hektik. Und damit komme ich zum unangenehmeren Thema: Dem Umzug.

Die Wohnung wird immer leerer, weil mein Liebster jeden Sonntag was in die neue Heimat mitnimmt, mit gemietetem Wagen, versteht sich. Und ich versuche, zwischen lauter kleinen Terminen und den anstehenden Aufgaben nicht ins Schwimmen zu kommen. Puh, das ist gar nicht so einfach. Zumal die Jungs mich jetzt wirklich spüren lassen, dass dieser Umzug auch für sie nicht leicht ist. Der Große bekam letzten Sonntag zuerst einen Wutanfall (weil er das Zimmer aufräumen sollte, bevor wir für ein paar Tage in die neue Heimat fuhren), dann, als er sich gar nicht beruhigen konnte, fragte ich vorsichtig, ihn in den Arm nehmend, nach, was los sei. Er weinte, dass er Angst habe – wovor – „Vor allem in der Welt!“ (jede Mutter weiß, dass mir in dem Moment mein Herz blutete) – und warum? – „Weiß nicht, ich hab einfach Angst! Und ich will nicht von meinen Freunden weggehen!“
Ich nehme an, dieser Schmerz rührte auch daher, dass zum ersten Mal etwas aus dem kinderzimmer im Sprinter landete. Das war für ihn schwer zu verkraften, auch wenns „nur“ der Kaufladen war, der im Moment kaum bespielt wird. Aber es ist eben ein Stück Heimat, gewohnte Umgebung. Der Kleine hatte ja direkt zu Beginn geweint und gäußert, dass er den Papa vermisst, hat also alles rausgelassen. Der Große hat es mit sich herumgetragen. Nun ist es aus ihm herausgebrochen. Ich hab ihn im Arm gehalten, getröstet und ihm zuletzt ein Notfallbonbon gegeben, das half. Es hilft auch, viel über Möglichkeiten zu reden. Und darüber, dass er auch neue Freunde finden wird. Aber ich verstehe, wie es ihm geht, er ist damit nicht allein.

Nun, ich schrieb, „zuerst“: Eigentlich waren da zuerst die heftigen Trotzanfälle, die bereits seit Wochenandauern und nun immer stärker werden. Zuerst beim Großen, der seit heute Mittag wieder wie ausgewechselt war (klar, der Papa war ja auch am Wochenende da), nun der Kleine. Beide hören im Moment kaum auf mich oder geben Widerworte. Habe ich schon erwähnt, dass ich Umzüge hasse? Ich glaube, mehrfach. Im Moment kommt alles zu kurz: Die Kinder in erster Linie, die Partnerbeziehung ohnehin seit Monaten durch das Examen und die begrenzte gemeinsame Zeit, aber auch ich und meine Vorhaben. Insgesamt ist es einfach fürchterlich für uns alle.

Nun sind es nur noch ein paar Wochen bis zum Umzug. Wir haben auch zum ersten Mal im neuen Zuhause genächtigt. Während ich irgendwas Wirres geträumt habe, hat der Große geträumt, er wäre inmitten vieler vieler Süßigkeiten aufgewacht und hätte sich „durchfressen“ müssen – das ist mal ein schöner Traum🙂

Die kommenden Wochenenden sind voll: Wir feiern die Geburtstage vor (schon nächstes Wochenende), danach feiern wir unsere Abschiedsparty, danach Küche abbauen usw. Dazwischen stehen noch einige andere Termine an, wie die Geburtstags- und Abschiedsfeier im Kindergarten *schnüüüüfffff* und der Abschlussbesuch bei unserer heißgeliebten Kinderärztin. So viele Abschiede. Passt irgendwie in den November.

So, das musste mal raus. Zum Abschluss gibts ein dickes Sorry: Keine Ahnung, wann ich mal wieder unbeschwert und regelmäßig posten kann. Ich hoffe, bald. Ich bin mich auch schon am verabschieden und konzentriere mich viel auf die neue Wohnung. Trotz allem, Freunde hab ich vor allem hier. Beste Freunde. Naja, zum Glück gibts die Bahn😉

2 Gedanken zu “Abschlüsse, Ausräumen, wegtragen, rauslassen…

  1. Was für ein cooles Foto vom Großen, wo er so professionell den Ärmel hochzieht!😀

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es anstrengend und schwierig für euch ist… Aber wenn es einmal geschafft ist, dann wird es sicher toll! Ich drücke die Daumen, dass alles so reibungslos wie möglich abläuft… Und dass ihr euch dann schnell einlebt und neue Freunde findet!

    Liebe Grüße
    Nele

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