Endlich Lehrerin! :D

Jaaa, ich habs geschafft! Und ja, ich bin unverholen stolz auf mich – verdammt stolz. Referendariat ist eh so eine schwere Zeit, und ich habs auch noch als Strohwitwe (unter der Woche) und im Umzugsstress sowie mit grippalem Infekt geschafft. Natürlich nicht ohne Hilfe, nein, denn ohne Unterstützung hätte das nicht geklappt (ein Dank an all meine Freunde, die mir geholfen haben, folgt noch in anderer From🙂 !). Trotzdem, gestern habe ich alleine meine Prüfung durchgestanden und sogar noch eine gute Note kassiert-  ich kanns noch gar nicht fassen.

Morgens war ich um 5h wach (um 5.20h hätte der Wecker geklingelt) und dachte nur: Ich möchte nicht. Ich bleib einfach liegen. Kennt jede/r von euch, oder?

Hab mich natürlich trotzdem aufgerappelt, mein Menne hatte ausnahmsweise frei und hat mir Frühstück gemacht.

Dann bin ich in die Schule, wo schon meine lieben Ref-Kolleginnen Anke und Judith waren, um „Catering“ für die Kommission zu machen. Ich war ja so dankbar. Den ganzen Morgen über habe ich positive Worte gehört und ich wusste von so vielen, dass sie mir die Daumen drücken, an mich denken und Kerzchen anmachen (letzteres hatte wohl auch meine Fachleiterin angemacht, was ich eben gelesen habe – total toll!!!). Anke blieb sogar recht lange und beruhigte mich, was ich toll fand. Die Kommission war sehr nett und so war die erste Ungewissheit schon mal weggepustet. Aufgeregt war ich natürlich trotzdem. immer, wenn ich an dem Raum für die Kommission mit dem Schild „Bitte nicht stören – Prüfung!“ vorbeikam, dachte ich: Oh man, das ist ja MEINE Prüfung! War es wirklich schon soweit? Ich bin nochmal in den Klassenraum, hab kontrolliert. Die erste Stunde lief dann so lala (fand ich), weil die Schülerinnen und Schüler wie verschreckte Häschen dort saßen. Trotzdem wars ok und die Reflektion offenbar gut.

Das gleiche in der zweiten Prüfungsstunde, obwohl die „Teilchen“ (die 5er) ja immer noch recht wuselig sind. Trotz allem, sie haben das toll gemacht und meine Reflketion war wohl ok.

Meine Fachleiterin (ich durfte ja eine mitnehmen in dei prüfung) meinte dann: Ich hol sie dann gleich. Was so viel bedeutete, wie: Zum Kollquium sind Sie zugelassen. (Info. Wenn die beiden unterrichtspraktischen Prüfungen schlechter als 4 waren, wird man nicht zugelassen). Und ich muss zugeben, ich war echt nervös: Konnte meinen Vortrag nicht gut, hatte wirklich seeeehr wenig gelernt, weil ich einfach keine Zeit hatte.

Aber ich hab dann erzählt und erzählt und erählt. Folgende Fragen tauchten danach u.a. auf: Was ist zieldifferenter Unterricht? Welche Maßnahmen ergreifen Sie, wenn Erziehungsmaßnahmen nicht funktionieren? Erzählen Sie etwas über das kooperative Lernen und Classroommanagement. Wenn man mit den SuS das Schulgebäude verlassen will, worauf muss man achten (und man, da konnte ich punkten!)? Wie gehen Sie mit der Genderfrage um (zielte ab auf Gender-Mainstreaming)?… u.a. (fallen mir nicht mehr alle ein).

Letztlich habe ich für das Kolloq sogar eine 1 bekommen :DInsgesamt habe ich gestern „gut“ abgeschnitten und bin sehr stolz. Ich merkte dann im Laufe des Tages, dass mein Körper immer mehr abbaute – hatte ja vorher 2 Wochen dauer-gearbeitet und merkte das jetzt. Meine Mitrefs freuten sich mit mir, hatten Sekt dabei und schließlich rief ich Basti an, er sollte mich bitte abholen.

Er meinte: „Geht in einer halben Stunde?“

Ich:“Ok… warum so spät?“

Er:“Ich bin noch nicht fertig mit aufräumen!“

Ich:“Du musst doch nicht aufräumen!… Na gut.“

Er holte mich dann ab und meinte, wir würden noch die Jungs abholen. Danach wollten wir mit Janet essen gehen (wonach mir nicht mehr war, ich war so fertig, fühlte mich fiebrig usw…)

Haben wir gemacht, ich hab mich gefreut, unterwegs sms geschrieben und alle meine Lieben angerufen.

Mit den Jungs kamen wir zu Hause an, dort wollte janet dann warten. Sie war schon in der Wohnung, was ich seltsam fand, hab mir aber nichts dabei gedacht. Es roch nur sehr gut. Ich bin dann ins Bad mit den Jungs, Hände waschen. Und dann meinte Basti, ich solle ins Wohnzimmer gehen, wo ich viele Sektgläser sah und Sekt – und plötzlich standen da ganz viele Freunde und riefen „ÜBERRASCHUNG!!!“ Und da ging dann nichts mehr, bei mir flossen die Tränen, ich war so gerührt und sprachlos.

Man muss dazu sagen, dass es für Basti nicht leicht ist, etwas vor mir geheim zu halten. Ich bin echt immer noch hin und weg, dass er das organisiert hat und geheim halten konnte. Sogar unsere Jungs haben nichts verraten!!! Wir haben dann angestoßen und alle gefreut. Dann hat Janet noch gesagt: Wir müssen auch nicht mehr Essen gehen, es ist alles da!

Und tatsächlich, in der Küche war ein Buffet aufgebaut – alle hatten gekocht, sogar so, dass unsere veganen Freunde alles essen konnten. Da hätte ich glatt wieder heulen können.

Es gab eine leckere Kürbissuppe, Dinkelnudel-Räuchertofu-Salat mit getrockneten Tomaten, Kartoffelsalat, von Marion gebackenes Karottenbrot und allerhand leckeren Kleinkrams und natürlich Rohkost. als Nachtisch hatte Andi Apple-Crumble gemacht. Oh man, was war das gut. Und ich konnte mich auf der Couch ausruhen, denn ab da baute ich (auch dank des Sektes) noch mehr ab.Kürbissuppe1 Ü-Party1Was man jetzt gar nicht sieht, ist der tolle Blumenstrauß, den sie mir zusammen geschenkt haben. Ich bin immer noch sprachlos. Ich habe einfach tolle Freunde ♥

Wir blieben bis abends zusammen, Basti musste leider wieder nach Mainz (ich liebe ihn so sehr dafür, dass er das alles mit mir zusammen durchgestanden und diese zwei Tage und die Orga auf sich genommen hat). Aber morgen sehen wir uns schon wieder, dann kommt meine Familie zum Feiern. Bis dahin habe ich mich hoffentlich erholt, ich bin jetzt nämlich krank und leg mich gleich auf die Couch.

Unfassbar, ich bin wirklich einfach „fertig“ und Lehrerin!!! JUCHUUUUU!

Deshalb nehme ich es mir heraus, den Hektor zu posten:

Hektor

10 Gedanken zu “Endlich Lehrerin! :D

  1. Du kannst wirklich ganz furchtbar stolz auf dich sein! Beim Lesen kamen selbst mir ein paar Tränchen, so rührend finde ich das, was deine Lieben da auf die Beine gestellt haben..
    Ich hoffe, du kommst jetzt ein bisschen zur Ruhe. Dein Körper wird es dir danken! Gute Besserung!

  2. Ich bin soooo stolz auf Dich, Süße! Und so froh!

    Du hast es geschafft, kannst einen dicken, fetten Haken dahinter machen🙂 Und dann noch mit einer prima Note, mit all den Schwierigkeiten drumherum. Wahnsinn. Jippiieeeehhhh!!! Du bist klasse! Ich freu mich ja so. Und am Wochenende feiern wir so richtig, das wird toll🙂

    Hab Dich dolle lieb🙂

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