Spam #6 / Virales Marketing

Heute aus der Kategorie: „OH MEIN GOTT, WIR WERDEN ALLE STERBEN!“

Oder auch: Virales Marketing zu einem Buch, das bald herauskommt…  finde ich persönlich grenzwertig, da es genug Leute gibt, die sowas ernst nehmen. Aber naja…

Viel Spaß beim Lesen (die website, auf die verlinkt wird, habe ich entfernt):

Hallo Miriam,

das hier ist sowohl ein Hilferuf als auch eine Warnung. Ich kann dir
nicht sagen, wer ich bin. Alles, was ich über mich verrate ist, ich bin
ein Blogger wie du. Im Internet bin ich auf etwas gestoßen, vor dem die
Menschen schon seit je her Angst haben. ER ist digital. Wir sind nicht
sicher. On- und Offline nicht. Glaube mir, die Überwachungsskandale, die
noch immer die Medien beschäftigen, sind ein Nichts gegenüber der Sache,
der ich auf der Spur bin. ER lauert uns auf, er weiß, dass du Ende
letzten Jahres eine Vertretungsstelle an einer benachbarten Schule
bekommen hast.

Er hat seine Fallen aufgestellt. QR-Codes. Keiner von uns ist anonym.
Sei wachsam. Stell nicht so viele Informationen ins Netz. Sei nicht so
blöd und verrate ihm, dass deine zwei Jungs schon 3 und 5 Jahre alt
sind.

Zugegeben, auch ich habe die Gefahr unterschätzt. Mach du nicht
denselben Fehler! Alles, was ich tun kann, ist warnen. Glaub mir, selbst
das ist schwerer als gedacht. Verrate ich zu viel, laufen sie ihm direkt
in die Arme. Die Menschen sind dumm. Versuch mal jemanden vor seiner
eigenen Dummheit zu schützen. Die meisten müssen Fehler selber machen,
um es zu kapieren. Doch dann ist es zu spät.

Ich werde bereits verfolgt. Es gibt keine sichere Ecke mehr. Fußspuren
verwischen. Abtauchen. Warnen. Ich brauche deine Hilfe. Teile diesen
Blog: http://www.Hierstandderlink.de, studiere meine Worte und glaube mir. Tue
nichts Unüberlegtes. Mache IHN nicht auf dich aufmerksam.

Ein Blogger, der es gut mit dir meint.

3 Gedanken zu “Spam #6 / Virales Marketing

  1. Ich finde das nicht nur grenzwertig, sondern ganz klar zum Kotzen. Zu versuchen, anderen Leuten Angst zu machen und quasi indirekt zu drohen mit einem nebulösen »Er« ist einfach nur armselig. Besonders, wenn dazu noch die Kinder von jemandem ins Spiel gebracht werden, weil man weiß, dass Angstreaktionen so einfacher zu erzeugen sind.

    Dann streuen wir noch ein paar willkürliche technische Begriffe ein, das wirkt ja gleich viel glaubhafter. QR-Codes als Fallen? Klar doch.

    Will dieser Blogger vielleicht vor sich selbst warnen? Der einzige Er, der diese Details gesammelt hat, scheint ja wohl er selbst zu sein, um sie in dieser unsäglichen Mail unterbringen zu können.

    Und das alles nur, um Werbung für sich selbst zu machen… widerlich.

    • Es ist tatsächlich Werbung – für die Aktion Blogge um dein Leben. Trotzdem, da kommt man nicht so leicht drauf (ich übrigens auch nur durch Googlen und etwas Kombinationsfähigkeit) und andere, die schneller eingeschüchtert sind, reagieren da vielleicht anders.

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