Buchempfehlung: Meine erste große Kinderbibel

Heute möchte ich euch ein Buch empfehlen, das meine Jungs in den letzten Tagen immer wieder hervorkramen: ‚Meine erste große Kinderbibel‘ (illustriert von John Dillow), im Alpha-Verlag erschienen – leider vergriffen und nur als Restexemplar zu kaufen. Es gibt eine Neuauflage, die aber in vieler Hinsicht anders ist.

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Die Bibel ist mit einem Hardcover, sieht edel aus und ist mit 384 Seiten wirklich groß und schwer. Das mag ein Nachteil sein, gerade, wenn man an Kinder denkt, die ja nicht unbedingt die Kraft haben, so ein Buch länger zu halten. Dafür sind aber wir Erwachsene da ^^.Kibi2

Als Frau vom Fach sehe ich Bibeln auch immer unter wissenschaftlichem Aspekt und muss sagen, dass hier die didaktische Reduzierung gut gelungen ist. Im Internet wird bei der kleinen Version dieser Bibel für 6,99€ bemängelt, dass zu sehr der Fokus auf dem Begriff der gehorsamkeit liegen würde und es vor allem um einen zornigen Gott ginge. Ich sehe das etwas anders. Im Fokus scheint mir eher eine gewisse Neutralität zu liegen, was ich ehrlich gesagt begrüße. Die Texte sind häufig so formuliert, dass sich der Leser ein eigenes Bild machen kann. Die Geschichten sind kindgerecht formuliert, nicht zu sehr verkürzt, enthalten den Kern – das alles aber, ohne dabei (be)wertend zu sein. So zeigt sich die Bibel hier vor allem als Buch mit spannenden Geschichten. Das Kind kann alleine die Botschaft erkennen – oder im Gespräch mit der Familie. Wir haben es so gemacht, dass ich vorgelesen und dabei immer auch ein bisschen erklärt habe. Und das finde ich dabei sehr wichtig. Gerade weil viele Geschichten trotz des Versuchs, sie kindgerecht zu erzählen, recht abstrakt wirken (wenn man z.B. im alten Testament die Geschichte von Abraham, der einen Sohn bekam, der wieder einen Sohn bekam usw… betrachtet – das verwirrt den Leser schnell, besonders, wenn es ein Kind ist), ist es besonders wichtig, erklärend dabei zu sein und bestimmte Dinge aufzugreifen. Das sollte man aber ohnehin bei allen Texten machen und sie nicht kommentarlos stehen lassen, wenn man sie Kindern vorliest. Das Kind möchte hier auch ernst genommen werden in seinen Fragen und seiner Meinung.

Bemängelt wurde ebenfalls, dass die Sprache teilweise nicht kindgerecht sei. Das halte ich für Quatsch. Erstens erfahren Kinder vor allem im Vorlesen einen unglaublichen Wortschatz und lernen ihn so gleichzeitig. Das ist doch toll! Unregelmäßige Verben beugen ist schwer – und wenn sie es auf diese Weise mal eben nebenbei lernen, ist das doch klasse! Zweitens gibt es nun einmal Wörter und Namen, die man nicht vereinfachen kann. Dafür sitze ich als Erwachsener dabei und kann die Wörter erklären. Fertig.

Zum Alter: Unsere Jungs sind 3 und 5 Jahre alt – der Kleine hat die Geschichten natürlich nur wenig verstanden, der Große hat mich auch mal gefragt, wie denn jetzt was gemeint ist oder wer wer ist usw. Ich denke, man kann trotzdem gut anfangen, Dreijährigen daraus vorzulesen. Solange das Interesse da ist, sollte man das auch nutzen.

Kibi3Toll sind dabei auch die Illustrationen. Neben den großen Bildern auf jeder Seite gibt es am Rand auch immer auf jeder Seite zwei Motive, die sich wiederholen. Zusätzlich steht unter dem Titel der Geschichte auch immer die Bibelstelle dabei. Da sich auf jeder Seite nur wenig Text findet und die Buchstaben groß sind, eignet sich die Bibel auch gut für Grundschüler. Die Bilder sind nie überfrachtet un beschränken sich auf das Wesentliche. Dabei ist ein gewisser Comicstil vorhanden, was dem Interesse sicher zuträglich ist. John Dillow hat einen tollen für Kinder geeigneten Stil.

Ich denke, die Tatsache, dass meine Jungs von sich aus das Buch aus dem Regal nehmen und möchten, dass ich ihnen daraus vorlesen, spricht für sich und für die ganze Aufbereitung des eigentlich nicht ganz so leichten Stoffs. Daher hier von mir eine klare Kaufempfehlung für den Einstieg. Wie gesagt, sie ist in kleinerer Variante erhältlich für 6,99€, was für die Kinder sicher leichter zu halten ist, wenn sie alleine blättern möchten.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Habt ihr auch Kinderbibeln zu Hause? Wenn ja welche und warum?

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