Große Neuigkeiten in der Ferne

Ja, groß sind sie wirklich. Vielleicht nicht mehr ganz so fern, man kann schon etwas erspähen.

Und für mich noch irgendwie unwirklich. Und obwohl ich gerade an der vermaledeiten Planung meiner letzten Unterrichtsbesuchs-Stunde sitze, kann ich kaum an etwas anderes denken.
Aber von vorne. Kürzlich ist mein Mann zu einem Bewerbungsgespräch gefahren. Das war schon etwas weiter weg, aber er war ganz entspannt, denn er hatte ja einen Job inne. Und ich denke, weil er so entspannt war, bekam er ihn auch. Eine Festanstellung *freu*. Und eine richtig tolle Aufgabe. Nun muss er schon ab 1. Juli nach Mainz. Ja, genau. Mainz. Und ja, wir kommen dann auch, die Jungs und ich, nach meiner Prüfung und Beendigung meines Vertrags ziehen wir nach Mainz.
Ich bin noch ganz baff. Und irgendwie ist es erst seit dem Wochenende so richtig real, seit wir es Freunden erzählt haben. Und seit er gestern gekündigt hat, ist es hochoffiziell. Und deshalb hat mich heute diese Wahrheit auch so sehr getroffen – wie ein Keulenschlag. Natürlich wächst einem die Umgebung ans Herz, selbst wenn es diese Großstadt ist, die nicht besonders hübsch ist. Viel schlimmer ist für mich aber gerade der Umstand, dass meine beste Freundin hier lebt. Und andere gute Freunde. Ich denke an meine Jungs, die sich dann von den Freunden verabschieden und dort neue finden müssen (besonders der Große wird es schwer haben – ich hoffe es nicht, aber er ist so unheimlich sensibel). Und an so vieles anderes (an die Massen, die wir vorher aussortieren müssen zum Beispiel… und die Massen, die trotzdem noch mit umgezogen werden müssen).

Natürlich wird das auch toll. Wir können uns ein Haus in etwas ländlicher Umgebung suchen, nochmal von vorne anfangen. Trotzdem ist es scheiße, wenn man das den Erziehern im KiGa erzählt und dann vor ihnen anfängt zu heulen. Bis vor ein paar Tagen haben wir nur darüber gesprochen und nun plötzlich ist alles ganz real. 11 Jahre habe ich hier gelebt. Ich habe hier meinen Mann geheiratet, meine Kinder zur Welt gebracht und geheiratet. Ich habe meinen Abschluss gemacht und werde auch den zweiten Abschluss hier machen.

Oh man. Ich hoffe, dass ich mich ganz bald viel mehr darüber freuen kann. Ja, freuen tue ich mich tatsächlich auch. Aber im Moment ist das weinende Auge einfach mehr im Fokus. Naja, man muss positiv denken, oder? Wir rücken näher an die Familie, können meine Schwester zum Kaffee einladen oder mal nachmittags die Omas besuchen fahren.

Achja, das bringt so viel Neues. Ich muss mir dort eine Stelle suchen. Wir brauchen eine neue Küche. Die Jungs einen KiGa-Platz…. Ich werde berichten.

2 Gedanken zu “Große Neuigkeiten in der Ferne

    • Ja, gut klingt es. Aber es ist eben nicht leicht, sich von hier zu verabschieden. Trotzdem Danke! In Essen ein Hbezahlbares Häuschen im Grünen zu finden ist auch wirklich ein Glücksfall. Ich drück euch die Daumen!

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