Rückblick auf den Urlaub – oder: Nie wieder Ostfriesland!

Ich glaube, ich habe es einfach vergessen: Ich wollte noch Urlaubsbilder gepostet haben. Das hole ich nun nach. Es war ja ein durchweg verregneter Urlaub, von 10 langen Tagen in einem eigentlich zu kleinen Ferienhaus mit 5 Personen… Natürlich haben wir trotzdem das Beste daraus gemacht.
Der Bericht ist durch die Fotos sehr lang, wer trotzdem lesen und Bilder schauen mag, klicke bitte auf Read more (für die Bildbeschreibungen muss man wohl unten die Galerie anklicken?)

Ich poste einfach mal die Bilder und schreib was dazu🙂 Achja: Wir waren in Ostfriesland, Anfang Juli. Klar, Anfang Juli, da kann ja wettertechnisch nichts mehr schief gehen. Dachte ich. Da scheint ja dann nur die Sonne und es ist heiß…Nicht.
Wir waren davon ausgegangen, dass wir schönes Wetter haben und dann eben hauptsächlich am vermeintlich nahen Strand sind – oder eben im schönen Garten des Ferienhäuschens. Ja, und „wenns dann mal regnet, dann könne wir ja auch mal (!) zu Hause bleiben.“

Tag 1 war da auch noch sehr schön, mit Sonne und warm. Wir kamen recht spät am Ferienhaus an und packten erstmal aus. Den Rest des Tages verbrachten wir im Garten und das war auch sehr schön.

Bereits am nächsten Tag regnete es Bindfäden. Ok, am 2 Urlaubstag kann man damit ja noch gut leben, da besuchten wir das sehr zu empfehlende Leeraner Miniaturland, wo die ostfriesischen Städtchen in Miniaturform nachgebildet sind – mit mancherlei lustigen Szenerien.









So blieb es nur leider nicht. Also fuhren wir am dritten Tag nach Wilhelmshaven, was wohl gemerkt 100km entfernt ist, in ein Spaßbad. Dort angekommen stellten wir fest, dass dies sehr übersichtlich war. Wirklich sehr sehr übersichtlich. Es gab drinnen zwei etwas größere Becken mit Fontänen und Wildwasserkanal, ein kleines Becken für die Springer und – immerhin – zwei Rutschen. Das Becken draußen war so kalt, dass wir mit den Kleinen da leider nicht reinkonnten. Der Kleinkindbereich war noch ganz nett, die Rutsche allerdings nicht so richtig rutschig. Alles in allem: Nett, aber keine 100km Fahrt wert.

Dann wollten wir doch mal den Strand erkunden und fanden… einen Trockenstrand. Einen was? Genau, Sandkasten hinter einer Düne mit ein paar Strandkörben. Der „Strand“: Betoniert. Man sieht, wie sehr uns das freute.

Wir machten natürlich auch ein paar Ausflüge… unter anderem nach Norddeich, wo es einen richtigen Sandstrand geben sollte. Sollte. Ja, genau. Als wir dort ankamen hatten wir diesen Ausblick und waren voller Vorfreude:

Und daher entging uns auch, dass fast alle Besucher Windjacken und lange Hosen anhatten. Unten angekommen, blies uns ein ordentlicher Wind (und dazu natürlich haufenweise Sand) entgegen, so dass wir unsere Sandmuschel nur im Windschatten von 4 – natürlich nicht genutzten – Strandkörben aufbauen konnten. Der Strand selbst war eigentlich schön. Bis man ans Wasser kam. Da war der Strand nämlich betoniert. Genau, betoniert!!! Wir waren soooo enttäuscht. Vor allem nach dem sooo tollen Hollandurlaub letztes Jahr mit dem tollen Sandstrand. Der Sand, der uns dann so ins Gesicht pustete, sorgte dafür, dass wir nach immerhin 2,5 ausgehaltenen Stunden nach Hause aufbrachen.

Ein paar schöne Highlights gabs aber auch: Auf dem Weg nach Norddeich machten wir einen Abstecher in das wirklich schöne und sehr zu empfehlende Landwirtschaftsmuseum in Campen. Da gibts sehr viele Aktivitäten und Rätselmöglichkeiten für Kinder, es war wirklich wirklich schön! Besonders das Landarbeiterhaus hatte es mir angetan, das ganz originalgetreu eingerichtet war und viele museumspädagogische Möglichkeiten bot.



Und weil wir nach einem „Abstecher“ nach Wilhelmshaven anscheinend nicht genug hatten, fuhren wir die 100km nochmal hin – allerdings dieses mal ins Aquarium. Es schwebte mir ein Aquarium vor wie bei Sealife oder das in Holland bei Den Helder. Ich freute mich schon sehr darauf, die vielen Becken und Fische, Rochen und vielleicht sogar Walskelette zu sehen. Wir zahlten also 23€ (Familienpreis) und gingen hinein. Zuerst gabs einen Gang mit verschiedenen Fischaquarien. Auch Seelöwen gabs zu sehen und Haie. In einer Ecke gabs dann noch 3 Spinnenarten zu sehen und schon gings hoch auf die nächste Etage. Dort erwartete ich dann die ganzen Rochen usw. Zuerst kamen wir aber in ein kleines Freigehege, wo neben Papageien und anderen Vögeln auch Goldseidenäffchen waren. Weshalb weiß ich nicht mehr so genau, vielleicht wegen der karibischen See?

Von dort aus kamen wir an dem gleichen Haiaquarium und Seelöwenaquarium vorbei, das wir jeweils unten schon gesehen hatten. Danach sah man noch in einem Miniaquarium ein paar Pinguine. Und das wars. Wie jetzt? Wo ist denn der Rest? Nicht mal 30 Min. waren wir drinnen gewesen und schon war der Spaß vorbei, unfassbar.


Übrigens besuchten wir dann noch das in der Nähe liegende Feuerschiff, das als Tourismusattraktion galt – mit dem Ergebnis, dass man dort lediglich auf Deck einmal im Kreis laufen und sonst nichts besichtigen konnte. Entweder waren wir auf dem falschen Dampfer oder wir hatten wirklich viel Pech.


Dazwischen verbrachten wir auch mal Tage zuz „Hause“ in dem viel zu kleinen Ferienhaus, das für 6 Personen angedacht ist, aber eigentlich schon für 5 zu klein, wenn man bedenkt, dass die Stühle eigentlich nicht zum Tisch gehörten und zwei Stühle nebeneinander nicht drunter passten. In der Küche fehlten ein paar nicht dringend benötigte, aber bislang doch in jedem Haus vorhanden gewesene Dinge wie bspw. eine Auflaufform (und einiges andere). Die Sofas waren schlciht unbequem und der Tisch bestand aus einem zylindrischen Unterteil, auf dem die Glasplatte lose (!) drauflag. Der DVD-Spieler spielte DVDs immer nur bis ca. 15 Min. ab, danach hakte er (bei jeder DVD, die wir nutzten). Im „Spieleschrank“ waren 20 Spiele aufgelistet, aber es beinhaltete nur ein Kartenspiel und eine Spielesammlung… ja, und so weiter, den Rest erspare ich euch. Ach nein, eine Sache noch: Beim ersten Benutzen der Gartenstühle (und zwar wirklich beim ersten Mal draufsetzen) zerbrachen drei (!) – gut, dass nichts passiert ist.

Ihr könnt euch also denken: Einfach suboptimal, alles!

Der einzige wirklich richtig schöne Ausflug war am vorletzten Ferientag nach Greetsiel, das man mit seinen romantischen aufgetakelten Fischkuttern und den kleinen Häuschen am Hafen sowie dem Nsturhaus Wattforum wirklich als Ausflugsort empfehlen kann – total schön!



Natürlich haben wir es uns insgesamt so schön wie möglich gemacht. Aber im Großen und Ganzen wars einfach kein schöner Urlaub. Den letzten Tag haben wir dann im Haus verbracht, da wars auch nochmal ganz schön und wir konnten zum ersten und einzigen Mal draußen frühstücken.




Auf dem Heimweg fuhren wir noch über Emden und trafen unsere alte Freundin Signe. Dort in Emden verbrachten wir noch einen richtig schönen Tag!


Tja, das war unser Urlaub. Ich hab das noch nie nach einem Urlaub gesagt, aber wir waren froh, als wir packen und nach Hause fahren konnten.
Ok, das hört sich nach viel Gejammer an, aber mal ehrlich, wers bis hierhin gelesen hat, versteht, weshalb, oder? (Selbst ich hab mich eben erschrocken, wenn ich so lese, wieviel bei dem Urlaub eigentlich nicht gepasst hat…)
Und ich bin mir sicher: Wir waren in der falschen Ecke von Ostfriesland. Trotzdem werden wir so schnell nicht wieder hinfahren.
Danke fürs Lesen!

Hier nochmal die Bilder als Galerie:


Bildquelle des Velociraptors: http://de.wikipedia.org/wiki/Velociraptor

6 Gedanken zu “Rückblick auf den Urlaub – oder: Nie wieder Ostfriesland!

  1. Genau so war’s:/

    Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an das Aus-dem-Fenster-sehen jeden Morgen nach dem Aufwachen, immer in der Hoffnung, dass das Wetter an dem Tag vielleicht doch…

    Wie gut, dass wir haufenweise DVDs und euren Player dabeihatten. Aber das nach einem Sommerurlaub sagen zu müssen ist echt bitter.

    • Ja, wie recht du hast. Einen positiven Effekt hatte das Ganze aber: Wir wissen jetzt, dass wir 10 Tage auf engstem Raum miteinander auskommen können, ohne zu streiten – zu fünft!

  2. Emden ist toll.. Da war ich als Kind auch mal mit meinen Eltern! (Auch in dem Otto Huus ^^)
    Aber alles in allem klingt es genauso nach einem Reinfall wie unsere Flitterwochen! Nur, dass ich unsere „Probleme“ nicht aufzählen mag, weil ich mir lieber einrede, wir haben das Beste draus gemacht!
    Schade ums Geld, schade um die Erholung, aber man ist doch um eine Erfahrung reicher geworden und weiß, wo man nicht unbedingt nochmal hin muss!
    Der nächste Urlaub wird besser! Tschakka!

  3. Hallo Miriam,

    ich war mal im August auf Amrum und habe soooo gefroren! Das war 1988, glaube ich, und ich denke, wettertechnisch hat sich nicht so viel verändert. Als aus Freiburg stammende Süddeutsche war für mich vorher einfach nicht vorstellbar, wie kalt und windig es in diesem Norddeutschland ist. Und geregnet hat’s auch massig. Ich fahre nur noch in den Norden in der Annahme, dort eine Art Reizklima-Wellnessurlaub zu verbringen.😉

    Herzlichen Gruss, Christine

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