Helau!

Gestern waren wir auf der Kinderfastnacht. Bis wir dort ankamen, gab es aber noch enige Hindernisse zu bewältigen: Erstmal den völlig überdrehten und aufgeregten Großen anziehen – ging ja noch. Dann ewig das Schminkset gesucht – und natürlich nicht gefunden. Das hat man nun davon, wenn man mal versucht, ordentlich zu sein und aufräumt. Es ist weg, genauso, wie das Schminkbuch für Kinder:/
Glücklicherweise hatte mein Mann von der WM EM noch so ein Schwarz-Rot-Gold-Schminkset. Während des Suchens versucht, dem Kleinen sein frisch gewaschenes Zaubererkostüm anzuziehen. „Nein!“ rief dieser kopfschüttelnd und zerrte sich die Zauberermütze vom Kopf. Kurze Zeit später folgte der Umhang. Ok, was nun? „Möchtest du auch Indianer sein?“ frage ich mit Blick auf den großen Bruder, der allmählich schon zum Indianer wurde. „Jaaaa!“ rief der Kleine strahlend. Gut, dass wir noch ein Kostüm von der Tagesmutter bekommen haben (sie hat uns alle vorhandenen Kostüme und Accessoires überlassen – ist das nicht toll?) – also schnell das ungewaschene und viel zu große großzügig geschnittene Oberteil angezogen – auf die Hose haben wir dann lieber verzichtet, die war viel zu lang, und so blieb es bei einer schlichten Jeans. „Mehr!“ rief der Kleine, hielt sich die Hand an die Stirn und blickte auf den recht imposanten Kopfschmuck seinens Bruders. Ohje. Woher den jetzt nehmen?
Unter Druck arbeite ich generell am besten, also lief ich schnell in meine Nähecke und freute mich, dass ich vor ein paar Monaten, als so eine große Plastiktasche vom Schweden, die gern mal an Weihnachten dort verkauft werden, kaputt gegangen war, darauf beharrt hatte, die Henkel aufzuheben. Das kam mir jetzt zu Gute: Henkel geschnappt, dann in meiner Bortenkiste gewühlt und eine tatsächlich farblich zum Oberteil passende Borte gefunden. Gut auch, dass ich noch ein paar Bastelfedern und Klettband hatte und außerdem ein absoluter Fan von Heißklebepistolen bin ^^

So konnte ich innerhalb von 10 Minuten einen schicken Kopfschmuck herstellen – hier links im Bild zu sehen – tolligst, oder?

Dem Großen hing ich schnell noch die Felltasche um, die ich zu meiner „Anfangszeit“ im Mittelalterbereich immer dabei gehabt hatte (selbst zusammengestoppelt genäht, natürlich). Er fühlte sich richtig wie ein Indianer. Nachdem der Kleine also seinen Kopfschmuck hatte den er sich alle 5 Minuten vom Kopf riss, um gleich danach wieder zu jammern, dass er ihn auf haben möchte und beide Kinder geschminkt waren, gings los zur Feier in der „Gemeinde“. Ich setze das bewusst in Klammern, da ich seit Jahren versuche, dort Kontakte zu knüpfen und auch ehrenamtlich tätig zu werden, aber irgendwie sind die wohl gern für sich, auf jeden Fall ist das alles sehr eigen und ich kann nicht Fuß fassen. Nach dem Krippenspiel an Weihnachten, wo es weniger um die Geburt Jesu ging, als vielmehr darum, dass Elefanten, Löwen und Biber den Stall gemeinsam bauen, war die Sache dann vollends für mich gegessen. Wir kamen also dort an, es war auch alles schön gemacht, Musik lief usw. Aber wo war das Kuchenbuffet? Und der Kaffee? Ich darf zwar den meisten Kuchen eh nicht essen, aber zumindest vom Käsekuchen darf ich den oberen Teil immer essen und ganz ehrlich: Ich hatte mich darauf gefreut (Käsekuchen gibts fast immer bei solchen Buffets).
Der Eintritt lag bei 2,50€/Kind un 1€/Erwachsener. Jetzt wusste ich auch, weshalb. Ich meinte zu meiner Bekannten, die ich dort traf: Ich dachte, hier gäbs Kuchenbuffet. Sie: Das dachten wir alle.
Tja, es war also so: Für die Kinder gabs je einen Pappteller mit Waffel, einem Windbeutel und einem Kuchenstück (der Kuchen, den wir immer Matschkuchen nennen, man kann ihn für 2€ eingepackt kaufen, zum Beispiel von Balsen etc.). Soweit so gut, das war ja nicht schlimm oder so. Aber es gab für die Erwachsenen tatsächlich nichts – keinen Kaffee, kein Wasser, keine Waffeln o.ä. Dabei sah ich hinten in der Küche noch einen Wagen mit Kuchenstücken („echtem“ Kuchen) und noch einen ganzen Kuchen mit Zuckerglasur (Ihr ahnt es schon: Echter Kuchen). Für wen? Als das Fest vorbei war, lagen die Kuchen nämlich noch da… Das war etwas enttäuschend und wie ich finde, auch nicht sonderlich gut gemacht. Aber naja, für die Kinder wars ganz nett, man erfuhr dann auch: Es wurde zum ersten Mal organisiert.
Auf jeden Fall hab ich meine Kinderfastnachten etwas schöner in Erinnerung. Der Große war dann etwas enttäuscht, dass das Fest schon vorbei war. Ich kanns irgendwie verstehen. Naja, am Donnerstag ist noch in der Kita Fastnacht, das wird sichr schön, und dann kommt ja noch das richtige Fastnachtswochenende.
Zrtozdem wars ein schöner Tag, so insgesamt, und zu Hause haben wirs uns dann noch gemütlich gemacht.

2 Gedanken zu “Helau!

  1. Der Kopfschmuck ist wirklich super geworden (und sieht tatsächlich besser aus als der „fertige“ deines großen Sohnes!) Hast Du toll gemacht!
    Schade, dass es nicht die schöne Feier war, die ihr Euch gewünscht habt, aber wenns nicht ganz vergeudet war ist es schon mal was…

    • Danke🙂 Ja, der große Kopfschmuck hat auch schon mehr gelitten ^^
      Ach, es kommen ka noch ein paar Feiern, schön fanden die beiden es ja trotzdem. Irgendwie lustig, hier zu antworten, während wir quasi noch am Chatten sind.

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