Backtante: Laugenkränze

Zu gern hätte ich ein Sonntagssüß präsentiert, aber aufgrund der vollen Woche musste ich heute Unterricht vorbereiten, und zwar richtig richtig viel.

Gestern allerdings habe ich mich nach laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit mal wieder an Hefe getraut. Das lag vielleicht auch an dem wunderschönen Gerberastrauß, den mein Großer (!) für mich ausgesucht hat – er ging darauf zu und sagte: „Den nehme ich für Mama mit!“ – toll, oder? Da war ich glatt beflügelt.

Aber zurück zur Hefe. Wer mich kennt, weiß, dass ich es hasse nicht mag, mit Hefe zu arbeiten, weil mir das grund-sätz-lich misslingt. Aber das Rezept, was ich per Zufall in einem älteren Ideenmagazin (von diesen Heften berichtete ich bereits) fand, hat mich spontan inspiriert und ich wollte es auf der Stelle ausprobieren. Blöd nur, dass ich nur noch 20g Hefe hatte. Egal, ich hab einfach die Angaben aus dem Heft halbiert und losgelegt – mich einfach getraut. Andere bekommens ja auch hin, oder?

4 Laugenkränze

Ich hab also 1/2 TL Zucker und 10g Trockenhefe vermischt, dann 250g Dinkelmehl damit (630er, man kann natürlich auch Weizenmehl nehmen). Dann habe ich 25g Margarine geschmolzen, 150ml Milch drauf gegossen und erwärmt. Das Mehl hab ich mit der Maschine und dem Knethaken schonmal „angerührt“, eine Prise Salz hinzugefügt und dabei die warme Milch-Margarinemischung hinzugegeben, dann nach einer kurzen „Rühr“-Phase hab ich die Maschine auf Stufe 3 hochgeschaltet, 2 Min. kneten lassen und dann auf Stufe 4 (MAX) und den Teig ordentlich geschlagen.

Das Ganze habe ich dann in der Schüssel belassen, abgedeckt und auf die Heizung gestellt. 45 Min. ist der Teig gegangen (und zwar richtig schön!), dann kam der Moment, auf den es ankommt:

Ich hab die Schüssel wieder unter den Knethaken gestellt und direkt auf Stufe 3 (ganz kurz) und dann hoch auf Stufe 4 geschaltet. Die Küchenmaschine ist dabei rumgehüpft wie ein Gummiball und ich musste sie festhalten, damit sie sich nicht zu Tode stürzt.
Aber nach ca. 2 Min. habe ich den Teig rausgeholt und nochmal ordentlich geknetet und vermöbelt (jaaa, Hefeteig möchte gern auf die Abreitsplatte geschlagen werden – hab ich schon als kleines Mädels von meiner Mama gelernt).

Heraus kam der wunderbarste, homogenste Teig, den ich je gesehen oder gar selbst gemacht habe – Wahnsinn!

Dazu habe ich den Backofen schonmal auf 180°C Umluft (200°C normal) zum Vorheizen gestellt.

Dann hab ich 1l Wasser mit 20g Natron (das nächste Mal würde ich etwas mehr nehmen, ich mag den Geschmack gern etwas intensiver bei Laugengebäck.

Daraus hab ich 8 etwa 30cm lange Schlangen gerollt und je zwei zu hübschen kleinen Kränzen gedreht und verbunden.

Diese hab ich mit der Schaumkelle ins Wasser gehalten und ca. 10 Sek. darin belassen. Dann hab ich sie kurz abtropfen lassen und aufs Blech gelegt. Wie man sieht, sind sie schon im Natronwasser etwas aufgegangen.

So tat ich es mit allen 4 Kränzen. Sie sollten noch einmal 15 Min. auf dem Blech gehen.
Dann kommen die tollen Dinger in den Ofen und schon nach ein paar Minuten riecht man den leckeren Duft von Laugengebäck.

Nach 15 Min. waren meine Kränze schon schön dunkel und ich hab den Ofen ausgeschaltet und 5 Min. lang die Restwärme arbeiten lassen.

Dann machte ich den Ofen auf und bepinselte die 4 hübschen Teile mit Sahne (eigentlich Kaffeesahne, aber sowas hab ich grundsätzlich nicht da).

Und – natürlich – haben wir die Kränze sofort gegessen! Unglaublich, aber wahr: Sie sind sooooo lecker!!!!!! Auch innen sahen sie einfach perfekt aus. Die mache ich jetzt öfter, so einfach und schnell wie das geht!

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Es ist also mal wieder Hektorzeit 😀

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3 Gedanken zu “Backtante: Laugenkränze

  1. Mann, die sehen aber lecker aus. Kein Wunder, dass ihr die gleich weggeputzt habt! Den Hektor hast Du Dir verdient.
    Meinst Du, dass das Hefeschlagen auch von Hand ginge? Ich habe keine Rührmaschine, aber Lust auf Laugengebäck. Kaufen geht nicht mehr, das ist alles immer mit Jodsalz. Waaah! Dabei mochte ich die Brezeln vom Ditsch so gerne, schnüff.

    • Klar, ich denke, das geht gut – das A und O scheint hier die warme Milch-Margarine-Mischung zu sein. Viel Spaß beim Ausprobieren!

  2. Pingback: Initiative Sonntagssüß: Buchteln mit Vanillesoße | Nähbastelkochtantenblog

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