Wenn man nichts zu sagen hat….

In letzter Zeit begegnet mir immer wieder ein indirekter Vorwurf:
Weshalb ich nicht arbeiten gehe (vor allem gehe – denn zu Hause hab ich genug Arbeit). Weshalb ich Kinder im Studium bekommen habe.

Geht das jemanden was an? Wisst ihr alle, wie wir uns im Studium finanziert haben? Ob und wieviel wir vorher gearbeitet haben, was wir von Erspartem bezahlt haben? Weiß einer, wieviel ich zu Hause arbeite?

Kinder im Studium zu bekommen, ist sinnvoller, als sie danach zu bekommen – denn dann fällt man nicht noch länger aus oder ist ein Risikoschwangerschaftsfall, weil man erst nach 35 ein Kind bekommt. Ehrlich, wenn die Familienministerin möchte, dass mehr Akademiker Kinder bekommen, dann sollte sie dringend etwas gegen diese (kinder-)feindliche Haltung in unserem Land tun, gegen die Vorurteile. Wer in einem Sozialstaat lebt, der sollte sich nicht über die sozialen Mechanismen beschweren. Hier geht es darum, diese nicht auszunutzen, sondern nur im Notfall oder zur Überbrückung zu benutzen. Und wer letzteres macht, dem sollte kein Nachteil dadurch entstehen und der sollte sich nicht undifferenzierte und vor allem nur einseitig betrachtete Kommentare anhören müssen. Wer selbst keine Kinder hat und nicht in der Situation ist, kann das nicht beurteilen und sollte dazu einfach den Mund halten. Wer weiß, in welche Situationen ihr mal geratet und wer dann Richter über euch sein wird?

Dazu fällt mir daher nur ein: Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal……..

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2 Gedanken zu “Wenn man nichts zu sagen hat….

  1. hi..lese seit Kurzem deinen Blog..
    und zu dem Eintrag kann ich nur sagen:
    meine Tochter kam auch während meines Studiums zur Welt..war zwar nicht geplant,aber im Nachhinein gut so..
    ich kenne diese Fragen und kann nur unterschreiben was du sagst:
    das geht niemanden etwas an!
    genauso wie ich mich immer wieder rechtfertigen musste..warum meine Tochter noch nicht im Kindergarten ist..da war sie grade zwei..dazu könnte ich dann auch Abhandlungen halten^^
    lg

  2. Hi Mikha,
    danke für deine unterstützenden Worte. Ich finde es seltsam, dass unsere Gesellschaft allein auf Leistung aus ist – also, Leistungen wie Schule, Arbeit, alles, wo am Ende Geld bei rauskommt. Weshalb muss ein Kind mit 1 Jahr (wie in unserem Bekanntenkreis) oder 2 Jahren in den KiGa? Wieso nicht unsere Pflicht und auch die Möglichkeit als Familie zu leben wahrnehmen? Natürlich ist es wichtig, auch voran zu kommen, und auch arbeiten zu gehen. Aber meine Kinder sind mir eben auch wichtig und ich möchte sie um nichst in der Welt eintauschen. Ich möchte Zeit mit ihnen verbringen dürfen, ohne schief angeschaut zu werden.

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