Also, links der Hebel, das ist der Blinker… / Freugrund

Vorhin habe ich meinen Großen von der Tagesmutter abgeholt. Und eigentlich hätte ich es wissen müssen: Nach 17h mit dem Auto durch die Stadt kurven ist keine soooo grandiose Idee.
Nicht nur, dass es dann einfach voll ist, weil all die Menschen, die sonst im Büro hocken, mit dem Auto unterwegs sind, nein, es sind dann wirklich alle unterwegs, auch die, die ihren Führerschein in einer 7-Tage-Schnell-Kurs-Fahrschule gemacht haben (bei uns gibt es die wirklich, falls ihr die nicht kennt), oder die, die es so eilig haben, dass man sich fragt, weshalb sie nicht mit dem Jet fliegen und natürlich auch die, die sonst nie Autofahren, es aber zum Leidwesen aller anderen manchmal müssen.

So auch ein ganz besonders tolles Großstadtexemplar heute, das leider vor mir fuhr: Wasserstoffblond gefärbt in einem Minipolo (oder irgendso einem kleinen Ding eben) sitzend, fuhr schlich „es“ die Straße entlang, hinter ihr drei andere Autos und ganz hinten ich. Da sah ich noch nicht, woran es lag, ich sah nur die roten Bremslichter vor mir. Irgendwann bog „es“ dann ab – ruckartig, ohne Blinker (wozu auch, sie wusste ja, wohin sie will?!), alle anderen gerade aus – nur ich musste ebenfalls abbiegen und hatte dann das Vergnügen, „es“ genau zu betrachten. Von hinten natürlich. Das schlecht gefärbt-blonde Haar sah man sehr gut. Und – natürlich – war ihr Spiegel so eingestellt, dass sie sich selbst ganz wunderbar, den Verkehr hinten aber nur sehen konnte, wenn sie sich seeeehr reckte und streckte oder aber extrem duckte. Klar, man muss ja zwischen Zigarette und Kaugummi sein Make-up überprüfen. Die erste Ampelphase schaffte sie – natürlich – nicht, denn man muss ja erstmal schauen, wo eigentlich die Gangschaltung ist. Ach daaaaaa. Und wie war das nochmal, achja, erster Gang. Soooo…

Und während „es“ so dasaß und träume („es“ stand ganz vorne), zündete „es“ sich – bingoooo – eine Zigarette im geschlossenen Auto an. Ich wünschte wirklich, ich hätte sehen können, ob meine Vermutung mit schwarzer Leggins und Lackgürtel zu dem hellblauen Pulli und dazu natürlich völlig solariumMallorca-überbräunte, faltenreiche Haut auch zugetroffen hat. Andererseits muss ich solche Leute nicht öfter sehen als nötig.

Jedenfalls, und das war mir seeeehr früh klar, würde „es“ die Grünphase verträumen, während „es“ die Kippe in ihren makellos hässlich lackierten Nägeln hin und herdrehte.
So kam es dann auch und ich hatte – endlich – einen Grund zu Hupen.
„Es“ schaute: Oh, grün. Ja, also, da muss ich schalten. Und das ging nochmal soooo…

Laaaangsam fuhr „es“ an und ich konnte es kaum erwarten, dass die Straße nach 400m zweispurig verlief…. endlich! Ich überholte (und sah dabei, dass ich zumindest mit der Haut und den Falten Recht behielt) und konnte endlich statt mit 30 mit 50kmh weiterfahren.
Da sage ich mir doch: Weshalb fahrt ihr überhaupt Auto? Da könnt ihr genauso gut laufen und seid sogar schneller da!

***

Habe ich übrigens berichtet, dass ich Modul 2 meines Studiums zur diplomierten Legasthenitrainerin des EÖDL am Montag mit „ausgezeichnet“ abgeschlossen und somit nur noch zwei Module vor mir habe und vor allem endlich mit der Praxisphase beginnen kann? Nein? Dann sei es hiermit getan. *freu*

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