Stillen während der Schwangerschaft

Ich stille ja noch meinen Kleinen, er ist jetzt fast 1,5 Jahre alt.
Bzw., die letzten drei Abende (inkl. heute) habe ich nicht gestillt. Nun mögen manche aufschreien: Um Gottes Willen, weshalb stillt sie noch? Nunja, ich halte es so, dass der Abstillprozess von beiden Seiten gestartet werden sollte. Unser Kleiner hat damit angefangen und es war ok für mich. Zudem empfiehlt die WHO ja auch, bis 2 Jahre zu stillen. Ich halte nichts von strengen Zeitplänen in Bezug auf solche natürlichen Bedürfnisse – zumal es ja keine gesundheitlichen Schäden verursacht.

Nun, wo ich schwanger bin, hab ich mich natürlich auch damit beschäftigt. Man hört oft: Wenn man schwanger ist, sollte man nicht mehr stillen. Es werden verschiedene Gründe genannt: Die Gebärmutter zieht sich zusammen (beim Orgasmus doch aber auch – darf ich jetzt auch keinen Orgasmus mehr haben?). Oder: Die Höhe des Proktalinspiegels ist ungesund für die hormonelle Zusammenstellung bei Schwangerschaftsbeginn.

Fakt ist: Es gibt Frauen, die durch ihre zweite Schwangerschaft hindurch stillen – und danach sogar Tandemstillen (also Baby und Kleinind). Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ungesund ist. Ich kann mir vorstellen, dass es ein Risiko für die Frauenärzte ist, das „gut zu heißen“ 😉 . Aber es gibt bislang nicht einmal Studien dazu – so gesehen kann es sich lediglich um Vermutungen in Expertenkreisen handeln, weshalb einem so zügig vom Frauenarzt empfohlen wird, abzustillen – vermutlich auch, um aus der Verantwortung für eine mögliche Frühgeburt oder einen Abgang raus zu sein – denn vor evtl. Konsequenzen eines solchen tragischen Endes einer Schwangerschaft haben alle Ärzte Angst.
Obgleich – wie die AFS feststellt – Frühgeburten oder Abgänge im Wesentlichen von der Schwangerschaft selbst abhängen – und nicht vom Stillen.

Erklärungen gibts ebenfalls: Die während des Stillens ausgeschüttete und für die Kontraktionen der Gebärmutter verantwortliche Menge des Hormons Oxytocin reicht nicht aus, um den Hormonhaushalt derart zu stören.

Zudem fehlen so genannte „Brücken-Proteine“, die es dem Oxytocin ermöglichen, an vorhandene Zellen anzudocken und so Kontraktionen auszulösen. (Quelle)

Letztlich muss (mal wieder) jede Mama selbst entscheiden, ob sie wegen einer begonnenen Schwangerschaft aufhört zu stillen. Ich für meinen Teil überlasse die Hauptentscheidung meinem Sohn – ich merke, dass er sich bereits abstillt. Ich finde das ok – mir ist es auch lieber, nach der Schwangerschaft nur ein Kind an der Brust zu haben. Aber andersrum wäre es für mich auch nicht „schlimm“, ich habe das Stillen fast immer genossen, gerade, weil die Geburt nicht so schön war und mein Sohn und ich zueinander finden mussten.

Wer mehr dazu lesen will, klicke hier: *AFS*
und hier: *Erfahrungsbericht einer Schwangeren zum Thema*
und zuletzt: *ein Stillblog dazu*

Ein Buchtipp, in dem es wohl erin schönes Kapitel zum Thema „Stillen in der Schwangerschaft“ geben soll: *Wir stillen noch* zu beziehen über die La Leche Liga

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