Basteltante: Kaufladen-Zubehör selbst machen

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Kinder von meiner Schwester gemeinsam einen Kaufladen bekommen. Diesen fand sie – noch sehr gut erhalten – auf dem Sperrmüll und hat ihn nochmal abgeschliffen, neu beschriftet usw. Natürlich solls dazu auch Zubehör geben. Aber wie sicher jedes Elternteil mit Kleinkindern weiß, sind diese im Handel sehr teuer.

Also hab ich nach Tipps im Netz gesucht, wie man das selbst machen kann und fand diese Seite.
Ich dachte: Ja, Modelliermasse hört sich enfach und und besorgte welche im Bastelladen: Lufttrocknende Modelliermasse von Fimo, nennt sich: Fimo Air Basic.Für um die 5€ erhält man ein meiner Meinung nach recht großes Päckchen mit besagter Modelliermasse. Dazu kaufte ich noch 3 mattfarbene Acrylfarben in dunkelgrün, braun und ziegelrot. Zu Hause hatte ich außerdem noch gelb.

Dienstag abend setzte ich mich dann nach unserem Racletteessen ins Wohnzimmer und formte Äpfel, saure Gurken und ein Baguette. Das geht ganz einfach, wer schon mal geknetet hat, sollte da keine Probleme haben. Für die Äpfel fiel mir ein Clou ein: Ich schnitt von echten Äpfeln oben das Zweigchen ab und steckte es in meine Fimo-Äpfel – und das sieht richtig toll aus!

Zuerst ließ ich sie so trocknen, über Nacht. Morgens waren sie außen noch etwas feucht, weshalb ich alle Teile auf die Heizung stellte. Beim Baguette ergab sich so ein sehr “echt” aussehender “Ofengitter”-Abdruck.

Vorgestern abend dann bemalte ich die Teile mit den Farben. Dazu nahm ich eine aufgeschnittene Plastiktüte als Unterlage und eine Pappe zum Farbenmischen. Evtl. empfehlen sich Handschuhe, ich habs ohne gemacht. Ich mischte mir die Farben auf der Pappe oder setzte zwei Farben nebeneinander, damit es ein paar “echte” Farbschlieren gab, wenn ich die Farbe aufnahm und auf den Apfel strich.

Wichtig ist, nach jeder Malerei die Finger und die Pinsel auszuwaschen, da man das sonst nur sehr schlecht wieder abbekommt.

Fürs Baguette mischte ich gelb und etwas braun und bekam so die perfekte Farbe.
Zum Trocknen hate ich vorher Reißzwecken von hinten durch eine Pappe gesteckt, für die Äpfel immer drei recht dicht beeinander, für die Gurken 4 und fürs Baguette ein paar mehr der Länge nach. Darauf gestellt konnte die Farbe gut trocknen.

Wenn man möchte, kann man zum Schluss noch Acryllack drübermachen, ich habe darauf verzichtet, der Gesundheit wegen ;)

Übrigens habe ich aus einem Pack Modelliermasse 5 Äpfel, ein Baguette und 4 (ja, vier, auf dem Foto hab ich nur eine vergessen!) Gurken formen können. Und ich werde bestimmt noch mehr Sachen machen im Lauf der Zeit. Klar, Fimo ist vglw. schwer, aber dafür ist es günstiger und selbstgemacht noch dazu. Das Körbchen übrigens gibts öfter mal im Discounter befüllt mit (echtem! ^^) Knoblauch – macht sich hier aber hervorragend als Apfelkörbchen.

Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Backtante: Laugenkränze

Zu gern hätte ich ein Sonntagssüß präsentiert, aber aufgrund der vollen Woche musste ich heute Unterricht vorbereiten, und zwar richtig richtig viel.

Gestern allerdings habe ich mich nach laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit mal wieder an Hefe getraut. Das lag vielleicht auch an dem wunderschönen Gerberastrauß, den mein Großer (!) für mich ausgesucht hat – er ging darauf zu und sagte: “Den nehme ich für Mama mit!” – toll, oder? Da war ich glatt beflügelt.

Aber zurück zur Hefe. Wer mich kennt, weiß, dass ich es hasse nicht mag, mit Hefe zu arbeiten, weil mir das grund-sätz-lich misslingt. Aber das Rezept, was ich per Zufall in einem älteren Ideenmagazin (von diesen Heften berichtete ich bereits) fand, hat mich spontan inspiriert und ich wollte es auf der Stelle ausprobieren. Blöd nur, dass ich nur noch 20g Hefe hatte. Egal, ich hab einfach die Angaben aus dem Heft halbiert und losgelegt – mich einfach getraut. Andere bekommens ja auch hin, oder?

4 Laugenkränze

Ich hab also 1/2 TL Zucker und 10g Trockenhefe vermischt, dann 250g Dinkelmehl damit (630er, man kann natürlich auch Weizenmehl nehmen). Dann habe ich 25g Margarine geschmolzen, 150ml Milch drauf gegossen und erwärmt. Das Mehl hab ich mit der Maschine und dem Knethaken schonmal “angerührt”, eine Prise Salz hinzugefügt und dabei die warme Milch-Margarinemischung hinzugegeben, dann nach einer kurzen “Rühr”-Phase hab ich die Maschine auf Stufe 3 hochgeschaltet, 2 Min. kneten lassen und dann auf Stufe 4 (MAX) und den Teig ordentlich geschlagen.

Das Ganze habe ich dann in der Schüssel belassen, abgedeckt und auf die Heizung gestellt. 45 Min. ist der Teig gegangen (und zwar richtig schön!), dann kam der Moment, auf den es ankommt:

Ich hab die Schüssel wieder unter den Knethaken gestellt und direkt auf Stufe 3 (ganz kurz) und dann hoch auf Stufe 4 geschaltet. Die Küchenmaschine ist dabei rumgehüpft wie ein Gummiball und ich musste sie festhalten, damit sie sich nicht zu Tode stürzt.
Aber nach ca. 2 Min. habe ich den Teig rausgeholt und nochmal ordentlich geknetet und vermöbelt (jaaa, Hefeteig möchte gern auf die Abreitsplatte geschlagen werden – hab ich schon als kleines Mädels von meiner Mama gelernt).

Heraus kam der wunderbarste, homogenste Teig, den ich je gesehen oder gar selbst gemacht habe – Wahnsinn!

Dazu habe ich den Backofen schonmal auf 180°C Umluft (200°C normal) zum Vorheizen gestellt.

Dann hab ich 1l Wasser mit 20g Natron (das nächste Mal würde ich etwas mehr nehmen, ich mag den Geschmack gern etwas intensiver bei Laugengebäck.

Daraus hab ich 8 etwa 30cm lange Schlangen gerollt und je zwei zu hübschen kleinen Kränzen gedreht und verbunden.

Diese hab ich mit der Schaumkelle ins Wasser gehalten und ca. 10 Sek. darin belassen. Dann hab ich sie kurz abtropfen lassen und aufs Blech gelegt. Wie man sieht, sind sie schon im Natronwasser etwas aufgegangen.

So tat ich es mit allen 4 Kränzen. Sie sollten noch einmal 15 Min. auf dem Blech gehen.
Dann kommen die tollen Dinger in den Ofen und schon nach ein paar Minuten riecht man den leckeren Duft von Laugengebäck.

Nach 15 Min. waren meine Kränze schon schön dunkel und ich hab den Ofen ausgeschaltet und 5 Min. lang die Restwärme arbeiten lassen.

Dann machte ich den Ofen auf und bepinselte die 4 hübschen Teile mit Sahne (eigentlich Kaffeesahne, aber sowas hab ich grundsätzlich nicht da).

Und – natürlich – haben wir die Kränze sofort gegessen! Unglaublich, aber wahr: Sie sind sooooo lecker!!!!!! Auch innen sahen sie einfach perfekt aus. Die mache ich jetzt öfter, so einfach und schnell wie das geht!

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Es ist also mal wieder Hektorzeit :D

Hektor, der 4.!

Juchuu, ich habe soeben meine ersten, selbstgezogenen Tomaten geerntet – also, die ersten zwei! Und wer mich kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt einen grünen Daumen habe, bzw. diesen erst kürzlich entdeckt habe. Jedenfalls, ich bin echt glücklich und stolz wie Hektor – das vierte Mal in dieser Bloggeschichte.
Das Bild ist leider unscharf, weil ich unsere normale Kamera gerade nicht gefunden habe. Die Tomaten sind klein, aber schmecken total süüüüüüß!
Ich freu mich!

Orchideen-Aktion bei whisprs.net

Ich muss nochmal zurück zu meinen Orchideen. Wie ich bereits schrieb, habe ich ja an dem Seramis-Projekt bei whisprs.net mitgemacht und bin begeistert von der Entwicklung meiner Orchidee.

Es gab ja auch was zu gewinnen und hui, ich habe 10€ als Gutschein für diverse Shops gewonnen – da freu ich mich doch glatt mal! Klasse! Zudem wurde mein Bericht nochmal erwähnt, als es darum ging, wie das Seramis-Substrat die Anzahl der Blüten beeinflusst hat. Und ich muss sagen, das war bei meiner Orchidee schon sehr stark der Fall: Wo zuvor 3-4 Blüten ihre Pracht zeigten, sind nun 13 Blüten vorhanden! Eine verwelkt zwar gerade, aber die anderen sehen immer noch toll aus!

Das nur mal so als Abschlussbericht. Das war eine tolle Aktion und ich hatte Spaß, daran teilzunehmen.

Und das ist die Orchidee dann im Juni gewesen, nach der Behandlung mit Seramis - 13 Blüten!


So sah die Orchidee zu Beginn aus: Die 3-4 Blüten schon abgefallen.

Serviettentechnik: Holzkiste

Wieder für unsere Tagesmutter – dieses Mal als Abschiedsgeschenk, denn nächste Woche ist es soweit: Der Große geht zum letzten Mal zu ihr und dann in den Kindergarten – habe ich mich zum ersten Mal mit der Serviettentechnik beschäftigt. Und größenwahnsinnig wie ich bin, habe ich direkt eine Holzkiste beklebt – warum auch was einfaches, einfach kann ja jeder ^^.

Wer parallel mitmachen möchte:
1. Mit Rechtsklick auf die Bilder und dann “Grafik anzeigen”
2. Das braucht man: Objekt aus Holz, Schraubenzieher, weiße Acrylfarbe, Servietten, mehrere Pinsel, Aceton (zum Reinigen der Pinsel), Acryllack, evtl. Blattgold, Serviettenkleber (alles im Bastelladen erhältlich)

Zuerst mit weißer Acrylfarbe (damit die Serviette dann besser hält) die Kiste grundiert. Merke: Zuerst alles, was abschraubbar ist, abschrauben (ich kam erst nach der Hälfte des Grundierens auf diese abwegige Idee):

Dann die oberste Serviettenlage abziehen und etwas kleiner machen (entweder reißen oder Schneiden – ich habe beides gemacht) und so auf die Kiste legen, wie es sein soll. Dann vorsichtig den Serviettenkleber von innen nach außen streichen. Vorsichtig beim “Nacharrettieren”: Die Serviete reißt sofort, wenn man etwas dran zieht – das erfordert Fingerspitzengefühl.

Wenn das Objekt getrocknet ist, kann man vorsichtig Blattgold aufbringen – dafür einen trockenen Pinsel verwenden und “auftupfen”.

Zum Schluss entsprechend vorsichtig Acryllack darüberstreichen. Es empfiehlt sich, den Gegenstand punktuell auf etwas zu stellen (ich habe meine Rollenspielwürfel verwendet *grins*), damit er nicht an der Unterlage anklebt. Dabei bitte gut lüften. Acryllack finde ich nicht die beste Variante, ich werde mal nach einem Biolack schauen. (Katha, das wär doch was für Frank: Entwickle einen angenehm duftenden, lange haltbaren und gut zu verarbeitenden Biolack :-) ).

Nach dem Trocknen und evtl. zweitem Lacküberzug Schlösser etc. wieder anschrauben – et voila, ein wirklich schönes, individuelles Geschenk ist fertig! Man kann natürlich noch Applikationen mit Heißkleber aufbringen, das wär mir hier bei der Kiste allerdings zuviel.



Für mein Erstlingswerk bin ich wieder stolz wie Hektor – mein dritter Hektor in 1 Woche!!!!

Hektor

Heute bin ich gleich zweimal stolz wie Hektor:

1. Gestern habe ich mit dem Großen mit Wasserfarben gemalt. Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Besonders stolz bin ich auf seinen selbstgemalten Baum (die zwei linken Bogen der Krone, da hab ich geholfen, der Rest ist wirklich ganz allein von ihm):




Am Schluss kam auch der Kleine dazu. Leo hat eine schwarze Sonne gemalt – weshalb, weiß ich nicht. Zuviel Metal-Musik durch die Eltern? Vielleicht hat ihm auch nur die Farbe gefallen. Der Kleine hat wild gepinselt, ihm schien es aber besser zu gefallen, den Pinsel immer wieder in irgendeine Farbe und ins Wasser zu tauchen. Oder nur ins Wasser. Oder nur in die Farbe. Hauptsache tunken!

Übrigens hab ich meinen grünen Daumen entdeckt: Ich habe mich dieses Jahr nochmal an die Pflanzensets des berühmten Kaffeerösters getraut, nachdem letztes Jahr die Erdbeeren von besagtem überhaupt nicht gekommen sind, war ich mutig und hab gleich mal alle Samen für die Tomaten (mein diesjähriges Projekt) gesät… das war sogar ausgesprochen sehr mutig, denn offenbar sind ALLE ca. 28 Pflanzen was geworden. Bisschen viel für unseren 2qm-Balkon… Naja, und heute kann ich – stolz wie Hektor (deshalb nenne ich meine Tomatenpflanzen nun auch so) die ersten drei noch kleinen und sehr grünen Tomaten präsentieren:

Ist das nicht toll?! Grün wie die Hoffnung – können wir gerade gut gebrauchen.