Strengere Auflagen für Tagesmütter

Unglaublich, aber wahr: Wiedermal schafft es die Politik, einen wesentlichen und wichtigen Punkt für Kinder anzugreifen und womöglich sogar auszumerzen: Tagesmütter sind dieses Mal im Focus. In der Berliner Zeitung ist ein Artikel zur neuen EU-Verordnung erschienen, gültig ab Januar 2012, der mich persönlich srachlos macht. Wo Tagesmütter ohnehin schon alle halbe Jahre irgendwelche Kurse machen müssen, die m.E. nach auch alle 1-3 Jahre ausreichen würden, und wo sie ohnehin für das Maß an Verantwortung viel zu schlecht bezahlt werden, sollen sie nun den Kontrollen wie sie in Großküchen gemacht werden, unterzogen werden: Täglich 1-2 mal alle Fliesen und Kacheln wischen, Eierspeisen müssen aufbewahrt werden (es könnten ja Salmonellen dran sein) usw. Wir sind uns sicher einig: Kontrollen sind wichtig, aber man kanns auch übertreiben. Nichtmal zu Hause wird bei uns täglich gewischt, wieso sollte ich das von einer Tagesmutter erwarten? Ich bin froh, wenn sie liebevoll ist und sich verantwortungsbewusst ums Kind kümmert – klar, die Wohnung sollte nicht dreckig sein, aber das ist sie bei unserer Tagesmutter auch nicht. Welche Tagesmutter wird diese Verordnungen umsetzten können? Bald wird es sicherlich weniger Tagesmütter geben und das bei der ohnehin schlechten Betreuungssituation in Deutschland. Aber hauptsache, Mama und Papa gehen arbeiten, ist ja egal, wo die Kinder unterkommen – doch halt, hieß es nicht, Deutschland braucht mehr Kinder? Ja, liebe Politik, dann solltet ihr für diesen Wunsch idealere Verhältnisse schaffen! Und sie NICHT verschlechtern. Und dann wundert sich die Politik über Schwarzarbeit, da kann man nur traurig lächeln.

Ich kann nur hoffen, dass unsere Tagesmutter weiter auf den Kleinen aufpassen kann, sonst kann ich meinen Vorbereitungsdienst abhaken, und das vermutlich endgültig.

Ich bin für eine Petition – wer macht mit?

Frust

Ich bin richtig müde. Den ganzen Tag war mein Mann nicht da, hat einer Freundin beim Umzug geholfen – mein Beitrag waren ein Feuerbohnentopf und Kartoffelauflauf. Nachdem die Umzügler zum Essen hier waren (das ich übrigens vom Aufstehen ab bis um 13.30, als sie kamen, vorbereitet habe), hab ich aufgeräumt und gespült, danach mit dem Großen schon mal ein Weihnachtsgeschenk angefangen zu basteln, dann Butterplätzchen mit ihnen gebacken, später mit Schokolade verziert, dann wieder aufgeräumt, gespült, den Kindern das Abendbrot gemacht, sie dann fertig gemacht fürs Bett. Und jetzt macht der Kleine wieder nur Theater – er bleibt nicht im Bett, steht dauernd auf, kreischt rum, wenn ich meine Drohungen, die Tür zuzumachen, wahrmache usw. Also hab ich beschlossen, dass sie machen sollen, was sie wollen, ich hab keine Lust mehr, ich mag jetzt auch mal Pause haben. Und nachher kommen die Umzügler wohl noch, um hier Pizza zu essen (die sie sich GsD bestellen) – aber ehrlich gesagt hab ich darauf eigentlich keine Lust, weiß auch gar nicht, weshalb sie das hier machen wollen. Als ich eben dort anrief, waren alle am Lachen und uuuuunglaublich gut gelaunt – das kotzt mich gerade einfach nur an. Ich hab nur Frust, weil der Kleine heut den ganzen Tag nur Mist angestellt und sich ständig daneben benommen hat – das heute Abend ist nur die Krönung eines echt bescheidenen Tages.

Da lachen ja die Hühner!

Wieso meinen kinderlose eigentlich, sie könnten mitreden, wenn es um Kinder und Arbeiten geht? Oder Kinderbetreuung? Oder Arbeitslosigkeit und Kinder-haben? Oder wenn es darum geht, dass man eben doch noch ein Jahr wartet, eh man wieder arbeiten geht?

Dieses blöde Gewäsch a la: Sofort wieder arbeiten gehen nach einem Jahr, das ist richtig, dann fällt man niemandem zur Last, auch nicht dem Steuerzahler.

Ich möchte da jetzt mal was klar stellen:

1. Ich habe Kinder bekommen, weil ich Kinder wollte. Ich wollte kein Haustier, das man nach ein paar Monaten alleine zu Hause lassen kann, sondern Kinder, die ich umhegen kann, die ich versorgen und groß werden sehen kann. Dazu gehört für mich, dass ich in den ersten 3 Jahren bei ihnen bin, zumindest den größten Teil, und sie nicht mit 6 Monaten abschiebe in einen Kindergarten oder so, um wieder was zum Bruttosozialprodukt beizutragen.
2. Ich habe fast immer gearbeitet – vor dem Studium, neben dem Studium und auch jetzt, nach dem Studium. Dass das leider nicht reicht, um den Lebensunterhalt zu finanzieren, dafür kann ich nichts – so ist unser System aufgebaut. Ich wollte auch nicht warten, bis ich 35 oder so bin, um Kinder zu bekommen, sondern dann, wenn ich mich bereit dazu fühle. Mit 35 stehe ich im Berufsleben und kann bis zum Tod-Umfallen noch arbeiten, während andere, die später Kinder kriegen, ihren Job unterbrechen müssen.
3. Ich freue mich darauf, wenn ich arbeiten gehen kann, aber so lange genieße ich die Zeit mit meinen Kindern.

Und wenn ihr Leute, die keine Kinder haben, meint, ihr könntet dagegen wettern, dann wundert euch nicht, wenn wir auch mal gegen euch wettern!

Selbst wenn ihr noch so gut private Altersvorsorge betreibt und meint, ihr werdet niemals abhängig sein, dann lasst euch gesagt sein: Ich wünsche es euch nicht, aber das Leben ist nicht planbar, wie man das gern hat und manchmal kommt es zu so einer Situation, ohne dass man sich das vorstellen konnte. Und dann hoffe ich, dass ihr auch an mich denkt und begreift:
Ich habe nicht Kinder bekommen, um euch zu ärgern – ihr seid mir egal – ich habe sie bekommen, weil ich Kinder wollte und weil ich meine Kinder liebe.
Und selbst wenn es nicht dazu kommt – glaubt ihr ernsthaft, dass ihr auf eure Rente verzichtet, nur weil ihr eine private Altersvorsorge habt? – da lachen ja die Hühner!
Es spielt keine Rolle, ob ihr meint, es war eine doofe Idee.
Wenn ich sie ansehe, weiß ich, es war die beste meines Lebens!

So, und nun muss ich MEINE ARBEIT vorbereiten ;-) Ich habe nämlich doppelte Arbeit: Kinder und Legasthenietraining. Und beides mache ich gern ♥

Zum Schluss noch ein schöner Link dazu.

Wenn man nichts zu sagen hat….

In letzter Zeit begegnet mir immer wieder ein indirekter Vorwurf:
Weshalb ich nicht arbeiten gehe (vor allem gehe – denn zu Hause hab ich genug Arbeit). Weshalb ich Kinder im Studium bekommen habe.

Geht das jemanden was an? Wisst ihr alle, wie wir uns im Studium finanziert haben? Ob und wieviel wir vorher gearbeitet haben, was wir von Erspartem bezahlt haben? Weiß einer, wieviel ich zu Hause arbeite?

Kinder im Studium zu bekommen, ist sinnvoller, als sie danach zu bekommen – denn dann fällt man nicht noch länger aus oder ist ein Risikoschwangerschaftsfall, weil man erst nach 35 ein Kind bekommt. Ehrlich, wenn die Familienministerin möchte, dass mehr Akademiker Kinder bekommen, dann sollte sie dringend etwas gegen diese (kinder-)feindliche Haltung in unserem Land tun, gegen die Vorurteile. Wer in einem Sozialstaat lebt, der sollte sich nicht über die sozialen Mechanismen beschweren. Hier geht es darum, diese nicht auszunutzen, sondern nur im Notfall oder zur Überbrückung zu benutzen. Und wer letzteres macht, dem sollte kein Nachteil dadurch entstehen und der sollte sich nicht undifferenzierte und vor allem nur einseitig betrachtete Kommentare anhören müssen. Wer selbst keine Kinder hat und nicht in der Situation ist, kann das nicht beurteilen und sollte dazu einfach den Mund halten. Wer weiß, in welche Situationen ihr mal geratet und wer dann Richter über euch sein wird?

Dazu fällt mir daher nur ein: Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal……..

Verfärbt/klein gewaschen/verloren

Ich bin so wütend – wie schafft mein Mann es immer, und zwar wirklich jedes Mal, nur DIE Sachen klein zu waschen/zu verfärben/zu verlieren, die mir was bedeuten? Nun ist es eine leichte Schirmmütze vom Kleinen, mit Karo – die werde ich so NIE NIE wieder bekommen. Diese Mütze hat uns begleitet, seid der Große auf der Welt ist. Und alles, was ihm (nach Aufforderung!) dazu einfällt ist: Tut mir leid! Es ist zum Kotzen, ich verstehe es nicht. Ausgerechnet DIESE eine blöde Mütze – nicht die Mütze vom Großen, die wir bei Ernstings vor einem Jahr gekauft haben und die wir problemlos jetzt noch nachkaufen können – nein, ausgrechnet diese eine, die meine Mutter mal 2nd Hand ergattert hat. Das tut richtig weh und ich bin wirklich STINKESTINKE sauer!!!!!

So sah sie aus – wer sie findet, bitte zu mir (das sind übrigens Bilder vom Großen von 2008):



Ich habe ihm auferlegt, eine ähnliche zeitnah zu finden, denn es war die perfekte Sommermütze mit Windschutz über den Ohren. AAAAARRRRRRRRRGGGGGGGHHHHHHHHHHH!

Meckermotzplotz

Es ist deprimierend, heute werde ich irgendwie von allen im Stich gelassen: Gleich zwei Freunde haben spontan doch keine Zeit bzw. haben eine Verabredung mit mir vergessen :-/ Der eine wollte eigentlich Zeit mit dem Großen verbringen, und der Große hatte sich wirklich drauf gefreut, nun kann der Freund aber nicht, weil er jemandem beim Umzug helfen muss. Versteh ich ja alles, trotzdem kacke. Die andere war mit mir in der Zeit für einen Flohmarktbummel verabredet. Tja, hats vergessen – versteh ich auch alles, ist auch trotzdem kacke. Und alle anderen haben keine Zeit, das Wetter ist scheiße und ich muss heute den Tag mit den zwei Mäusen irgendwie rumbringen. Genervt!

Und gut drauf bin ich zudem auch nicht. Jetzt gehe ich also allein mit den Kindern zum Flohmarkt und dann… ja, weiß ich auch nicht. :-( (((
Achja: Gesund bin ich übrigens auch nicht.
Dafür war die Schnullerfee da, mehr dazu gibts später. Ich mag jetzt zum Flohmarkt.

Achja, was Katha nicht immer alles entdeckt. Aber sehr treffend für meinen Post heute und mein ganzes Leben seit 3 Jahren. Also, hiermit ist es offiziell – ich bin auch eine Mami mit Piep :-) Danke, Frau Suppenklar!